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Musik für die Konzertbesucher von morgen

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Kindgerechte Darbietungen gibt es bei den Salzburger Kinderfestspielen ab dem 19. September wieder. (Foto: Arslan/Adolf Würth GmbH und Co. KG)

Nicht erst als Erwachsene sollen die Menschen Freude an Konzerten haben. Deshalb bietet die Philharmonie Salzburg bereits für Kinder ab drei Jahren einen kindgerechten Zugang zu klassischer Musik an, der den Kleinen ein Erleben mit allen Sinnen ermöglicht – das neue Programm beginnt am 19. September.


Spannende Geschichten rund um Romeo und Julia, Carmen oder die Neue Welt sollen dabei die Aufmerksamkeitsspanne der jungen Besucher verlängern. Außerdem garantieren kleine Tricks im Inhalt immer ein glückliches Ende mit versöhnlichem Ausgang.

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Elisabeth Fuchs, die Leiterin der Philharmonie Salzburg, verweist auch auf eine Studie der Universität Stanford, die beweist, dass Musik im Gehirn eine besondere Synapsenschaltung bewirkt.

Jedes Konzert findet viermal statt, samstags um 14 und 17 Uhr sowie sonntags um 11 und 15 Uhr. »Theater und Orchestermusik werden ineinander verwoben und ermöglichen eine Interaktion mit den Kindern,« sagt Elisabeth Fuchs und gibt auch gleich Beispiele, wenn etwa auf sinfonischer Musik ein neuer Text entsteht, der wie ein Kinderlied gesungen werden kann, wenn geklatscht und gestampft werden darf, um den Rhythmus zu unterstützen. »Denn, was Kinder tun, das haben sie intus«, ergänzt die Chefdirigentin – und zwar »wesentlich intensiver, als würden sie nur zuhören. Musik-hören und Musizieren bildet ganzheitlich.« Außerdem erweitere das Musizieren den Blickwinkel, da auf den Dirigenten geachtet und auf die Mit-Musizierenden gehört werden müsse.

Geschichten aus Opern lassen sich zu Hause nachspielen, regt Fuchs die Kreativität der Kinder an. »Ihr seid alle Wunderkinder wie Mozart. Ihr dürft auch Regisseure sein,« motiviert sie ihre jungen Zuhörer. Der Humor dürfe nicht fehlen, ist Fuchs überzeugt und wünscht sich: »Die Konzerte sollen einen nachhaltigen Unterhaltungswert haben.«

Die Kinderfestspiele beginnen nun, nachdem die Termine im Frühjahr abgesagt werden mussten, am 19. und 20. September mit Antonin Dvoráks Sinfonie aus der Neuen Welt und dem Mädchen Marie, die als Touristin in New York in das Taxi von Toni einsteigt, der ihr alles über seinen musikalischen Vorfahren erzählt und ihr New York zeigt.

Am 17. und 18. Oktober trinken Romeo und Julia nur einen Schlaftrunk und dürfen daher wieder aufwachen. Doch ihr langer Schlaf bewirkt, dass sich ihre Familien angesichts des vermeintlichen Todes wieder versöhnen. Eine tröstliche Botschaft, die die Kinder an ein glückliches Ende im Märchen erinnert.

Ein musikalisches Porträt von Ludwig van Beethoven im Jubiläumsjahr bringt den Kindern diesen Komponisten und sein Wirken am 28. und 29. November nahe.

Wie in England Weihnachten gefeiert wird, sehen und hören die Kinder am 12. und 13. Dezember mit typischen Carols – so heißen englischen Weihnachtslieder –, aber auch mit Barocker Musik von Henry Purcell oder Georg Friedrich Händel und John Lennon.

Carmen aus Georges Bizets Oper muss am 20. und 21. Februar nicht sterben – auch ihre Geschichte wird kindgerecht erzählt. Und eine Reise ins Weltall gibt es schließlich am 27. und 28. März mit »Die Planeten«.

Das Hygienekonzept des Kongresshauses Salzburg, wo alle Veranstaltungen stattfinden, sieht eine schachbrettartige Sitzordnung mit Abstandsgarantie vor. Die Hälfte der vorhandenen Plätze darf belegt werden und bis zum Platz muss eine Maske getragen werden. Brigitte Janoschka