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Musik mit Harfe und Hackbrett

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Eva Kastner (Harfe) und Sabine Schmid (Hackbrett) haben in Bad Reichenhall ihre zwei neuen CDs präsentiert. (Foto: Titze)

Eva Kastner (Harfe) und Sabine Schmid (Hackbrett) haben bei einem Konzert im Bad Reichenhaller Pfarrheim St. Zeno ihre neuen CDs vorgestellt: »Klänge für die Seele« und »Weihnacht«.


Bereits Ende September Weihnachtsmusik zu hören, ist zwar selbst in einer Zeit, in der es ab August Lebkuchen zu kaufen gibt, reichlich früh, aber der voll besetzte Saal bewies, dass das Publikum damit keine Probleme hatte. Sitzplätze gab es nur noch auf der Bühne, aber das Versprechen von Eva Kastner, in dem Fall als Chor fungieren zu müssen, hielt die Leute dann doch davon ab, sich mit auf die Bühne zu setzen.

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Die beiden Musikerinnen, die, schlank, blond und in helle Farben gekleidet, auch äußerlich gut zueinanderpassen, nahmen ihre Gäste nicht nur mit auf eine musikalische Reise, sondern ließen sie ebenso an der Entstehungsgeschichte der beiden CDs teilhaben. Unterhaltsam schilderten die beiden ihre Probleme mit knarzenden Dämpfleisten und hallenden Saiten, mit dem Überziehen von Pedalen und dem Umgang mit so peniblen und kritischen Tonmeistern wie Jürgen Hagen.

Der Fotograf Stefan Wiebel schlug vor, die Titelfotos für die CDs gegen 5 Uhr morgens am Chiemsee zu schießen – um halb 3 in der Früh stand die Visagistin Petra Flatscher mit dem Schminkkoffer in der Tür.

Letztendlich wäre aber der ganze Aufwand drum herum vergebens, wenn nicht die Musik von Eva Kastner und Sabine Schmid so schön und berührend wäre: Das perlende Spiel der Harfe, der schmelzende Klang beim Wiegenlied »Aber heidschi bumbeidschi«, das Eva Kastner als erstes Stück bei einer Kindermette spielte, dazu das Können von Sabine Schmid am Hackbrett.

Wie großartig sie die Harfe beherrscht, zeigte Eva Kastners brillantes Spiel von »Nightingale«, komponiert von der amerikanischen Harfenistin Deborah Henson-Conant. Ob leicht und beschwingt wie in »Sous le ciel de Paris« von Hubert Giraud, sensibel und gefühlvoll beim »Hallelujah« von Leonard Cohen oder temperamentvoll mit »Go, tell it on the mountain« – das Duo vermochte es in jedem Fall, die Zuhörer mitzureißen, so auch bei der kessen und spritzigen Zugabe »The lion sleeps tonight«.

Mit »El choclo« von F. Tarrega endete das Konzert. Ein Titel, der wiederum nicht auf einer der bereits vorliegenden CDs zu finden ist. Barbara Titze

Ihr nächstes Konzert unter dem Titel »Klänge für die Seele« spielen Eva Kastner und Sabine Schmid am Sonntag um 19 Uhr in der Johanneskirche Ruhpolding. Der Eintritt zum Konzert ist frei, Spenden erwünscht.