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Musik, Theater, Kunstobjekte

Eine reizvolle Verbindung von bildender Kunst, Theater und Musik gab es bei der Eröffnungsveranstaltung zur diesjährigen Kunstsaison in der Traunsteiner Klosterkirche. Unter dem Titel »Triolog« verwandelten zehn Künstler um Limpe Fuchs den Kunstraum Klosterkirche in eine Bühnenraum, in dem nichts mehr so war, wie gewohnt.

Ein »Triolog« mit Objekten, Klang und Licht im Traunsteiner Kunstraum Klosterkirche. (Foto: Giesen)

Zu dieser Aufführung hatte die Künstlerin Linde Mötz Spielobjekte frei nach ihrer plastischen Vorstellung aus Pappkarton gebaut – Röhren und Trichter in verschiedenen Größen, außerdem fünf »Pappyronen«, eine Art Hüte oder Schirme. Mit diesen Objekten »spielten« die Akteure, krochen in sie hinein, warfen oder schoben sie durch den Raum oder verwendeten sie als Masken. Damit wurde fortwährend der Anblick dieser eigentlich doch statischen Gegenstände verändert. Dazu kamen Geräusche, manchmal zauberhaft schöne Klänge wie aus einer fernen Welt, dann wieder schmerzhaft grelle Töne, die die schwarz gewandeten Figuren auf bloßen Füßen – Männer wie Frauen, junge und ältere – auf die verschiedenste Weise erzeugten. Limpe Fuchs benützte Viola, Pendelsaite und ihre Stimme, von der ganz ungewohnte Töne zu hören waren. Pit Holzapfel spielte auf der Posaune, Michael Ross , Querflöte, die Übrigen – Henny Beyer, Andreas Eckenberger, Tina Raithel, Gundis Stalleicher, Ulrike Stoltz und Linde Mötz – trugen ebenso zur Performance bei.

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Einen wichtigen Part stellte das Spiel mit der Gestaltung des Lichts durch Gisela Overbeck dar. Nach Einbruch der Dunkelheit verstärkten die Objekte im Raum ihre Schattenwirkung, sodass Objekte, Klang und Licht zueinander in Beziehung und Resonanz traten. In einer Art Rede-Antwort-Spiel traten so alle Beteiligten, die sich kontinuierlich lautlos durch den Raum bewegten, in einen Triolog miteinander. Die Reaktion des Publikums war lange anhaltender Beifall. Anschließend tauschten sich die Gäste bei Getränken und Brot noch lange über das Erlebte aus. gi