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Musik und Gesang aus Japan

Eine ganz besondere und seltene Gelegenheit, die fernöstliche Musik-Kultur Japans erleben und genießen zu können, bietet sich am Dienstag, 23. Juli, um 19.30 Uhr im Kunstraum Klosterkirche in Traunstein. Zwei hochrangige Musiker, Yokota Reiko (Shakuhachi) und Kineya Gosami (Nagauta Shamisen), sowie sieben weitere Spielerinnen und Sängerinnen sind aus Japan gekommen, um dem Publikum eine Darbietung ihrer Kunst zu geben. Auch innerhalb Japans ist es sehr selten, dass die Spieler in dieser Besetzung zusammenkommen können.

Es ist also eine sehr kostbare Möglichkeit, diese Kunst direkt und hautnah zu erfahren. Meister Yokota Reiko ist Shakuhachi-Meister (Daishihan) der Kinko-Schule. Er spielt sowohl »Sankyoku«, das ist die Shakuhachi in Kombination mit Koto und Shamisen, als auch »Honkyoku«, das sind klassisch-religiöse Musikstücke, die in früherer Zeit von Komuso-Zen-Mönchen als Meditation gespielt wurden. Besonders hevorzuheben ist, dass Meister Yokota als Vertreter der Kinko-Schule eine Verbindung schafft zwischen der traditionell tief verwurzelten Fuke-Shakuhachi und der modernen Musik.

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Meisterin Kineya Gosami spielt auf dem Shamisen, einem traditionellen Dreisaiten-Lauteninstrument. Die anderen Musikerinnen bereichern mit Shakuhachi, Shamisen und Gesang (Nagauta) das Programm.

Die traditionelle Musik Japans wurde in früher Zeit stark geprägt durch den dynamisch-schöpferischen Geist des Zen. So wird Abt Fumon S. Nakagawa Roshi aus dem japanischen Zen-Kloster Fumonji in Eisenbuch (Bayern) in einem kurzen vorangehenden Vortrag darstellen, was Zen ist und worum es im Zen geht. Nakagawa Roshi ist selbst langjähriger Shakuhachi-Spieler und wird zusammen mit Meister Yokota zwei Stücke auf der Shakuhachi darbieten.