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Musik zum Verwöhnen im Pfarrsaal

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Das Bild zeigt die jungen Interpreten kurz vor dem Konzert vor dem Siegsdorfer Pfarrheim: (von links) Nora Schmidt (Klavier), Margreth Nußdorfer (Horn), Anne Schweikl (Violine), Johanna Rohlfs (Violoncello), sowie die Hornisten Bence Sovago, Phillip Dufter und Maximilian Schellenberger. (Foto: Krammer)

Bereits zum dritten Mal kamen sieben junge Musiker um den Siegsdorfer Philipp Dufter in den Siegsdorfer Pfarrsaal, um mit einem Benefizkonzert den Verein »Siegsdorfer helfen e.V.« in seiner Arbeit zu unterstützen.


Das Hornquartett »Hornissimo« überzeugte dabei die Zuhörer im gut gefüllten Saal ebenso mit dynamischer Spielfreude wie die drei Damen des Klaviertrio »Verano«, bei dem der kräftige Klang des Flügels einen stabilen Rahmen für das virtuose Spiel von Violine und Violoncello lieferte.

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Philipp Dufter, Bence Sovago, Margareth Nußdorfer und Maximilian Schellenberger sind seit knapp zehn Jahren als Hornquartett »Hornissimo unterwegs, sie eröffneten den Abend festlich mit dem »Jagdlied op. 59 Nr. 6« von Felix Mendelssohn-Bartholdy und einschmeichelnden Hornklängen bei »Danceries« von Tielman Susato. In vier Sätzen forderten die »Qartettsätze Es-Dur« von Franz Strauss bei »Adagio, Gavotte, Andante und Rondino a la chasse« die vier Hörner mit all ihren klanglichen Facetten.

Nora Schmidt am Flügel, Anne Schweikl (Violine) und Johanna Rolfs am Violoncello begannen beim »Zigeunertrio« von Joseph Haydn im Poco Adagio mit leisen und feinen Klängen und steigerten sich beim »Finale Presto« in ein begeisternd tänzerisches Finale. Tänzerisch ging es mit den drei musikalischen Damen dann auch mit einem schwungvollen Tango von Astor Piazolla in die Pause, die die Vorsitzende des Vereins »Siegsdorfer Helfen e. V.« Monika Biermaier nutzte, um den sieben jungen Musikern, der gesamten Familie Dufter und allen Unterstützern des Benefizkonzertes für ihr ehrenamtliches Engagement herzlich zu danken.

Während vor den Fenstern die letzten Strahlen der untergehenden Sonne den Himmel färbten, eröffnete das Hornquartett den zweiten Teil passend mit dem berührenden »Abendsegen« aus der Oper Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck und der anspruchsvollen Fuge in c-Moll von Johann S. Bach in einem Arrangement von L. Shaw. Unter die Haut gingen dann auch die harmonischen tiefen Klänge der Hörner bei »Christus Factus Est« aus der Gründonnerstag-Messe von Anton Bruckner, das R. Horvath für Hornquartette arrangiert hat. Nicht minder beeindruckend dann das »Trio in G-Dur« von Claude Debussy bei dem das Klaviertrio bei »Andante espressivo« und »Finale – apassionata« bestens harmonierte.

Bernhard Weber lieferte mit seinem »Quartett Nr. 1 F-Dur« ein wunderbares Werk für die vier Hörner, das im »Marcato« feierlich begann, im »Adagio« ruhig und getragen herüberkam und sich im »Rondo giocoso« zu einem furiosen virtuosen Gleichklang steigerte. Mit kräftigen Tönen im »spanischen Akzent« verabschiedeten sich die Hörner vom beeindruckten Publikum mit einer »Sevilla« aus der Suite Espanola von Isaac Albeniz und ernteten ebenso wie die drei Damen begeisterten Applaus für ihre höchst musikalischen Darbietungen. Gemeinsam bedankten sich die beiden Ensembles mit einer Zugabe und überraschten dabei mit alpenländischen Klängen bei der »Oberbayerischen Gebirgsweise« von Franz Strauss. Franz Krammer

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