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Musikalisch auf Weihnachten eingestimmt

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Lieder zur Vorweihnachtszeit sang der Chiemgau-Chor unter der Leitung von Michael Felsenstein bei der Advent-Station in der Klosterkirche. (Foto: Bjr)

Einen sehr feinen Kunstgenuss präsentierte der Chiemgau-Chor unter der Leitung von Michael Felsenstein bei der sehr gut besuchten Advent-Station im Kunstraum Klosterkirche in Traunstein. Die Vorsitzende des Chiemgau-Chors, Irmi Belser, freute sich, dass so viele Besucher gekommen waren, um sich auf Weihnachten einstimmen zu lassen. Zwischen den Stücken trug Hans Schnitzer passende Gedanken vor.


Mit dem »Ave Maria« von Lorenz Maierhofer wurden die Zuhörer eingangs auf den Marientag eingestimmt. Schnitzer wies auf die Situation hin, die die stade Zeit weit weg geführt habe. Nur noch der Umsatz, Geschenke und Reisen um die halbe Welt seien wichtig. Deshalb sei es schön, dass die Advent-Station die Menschen mit Musik in den Advent und die vorweihnachtliche Zeit führe. Advent sei die Zeit des Friedens. Die Geschichte lehre uns, dass mit Krieg nichts aus der Welt zu schaffen sei.

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Der Chiemgau-Chor sang dazu die Lieder »Es kommt ein Schiff beladen« von Johannes Tauler/Andernacher Gesangbuch, »Wie soll ich dich empfangen« von Johann Crüger und die »Weihnachts-Pastorale« von Arcangelo Corelli sowie das russische Lied »Tebje Pajom« – Herr gib uns Frieden« von Dimitri Bortninsky. Mit Blick auf die heutigen Konflikte auf der ganzen Welt fragte Schnitzer: »Haben die Menschen nichts gelernt? Danken wir Gott, dass wir im Chiemgau in einer wunderbaren Welt leben dürfen.« Dazu passend folgte das 1967 während des Vietnamkriegs von George D. Weiss und Bob Thiele geschriebene Lied »What a wonderful world«, das Louis Armstrong weltbekannt gemacht hat. Das Solo sang der Bassist Rudi Obermaier.

Das Lied »Laudamus te« von Antonio Vivaldi sangen die beiden Sopranistinnen Martha Bergert und Christa Huber sehr eindrucksvoll. Gemeinsam mit dem Chiemgau-Chor sangen die Zuhörer das Lied »O Heiland, reiß’ die Himmel auf«. Anders als der Komponist, Jesuitenpater Friedrich Spee, glaubten heute viele Menschen nicht mehr, dass Jesus den Himmel aufreiße, bedauerte Schnitzer. Mit dem »Himmlischen Adventjodler« von Lorenz Maierhofer ging die Advent-Station zu Ende. Zwischen den Liedern des Chiemgau-Chors spielte das Bläserensemble der Stadtmusik Traunstein, das im Altarraum der Klosterkirche Aufstellung genommen hatte, unter der Leitung von Augustin Spiel barocke Bläsermusik.

Zu hören war auch die Harfenspielerin Kathi Bochter mit dem »Präludium I in C-Dur« von Johann Sebastian Bach und der »Sonate in G, III. Allegro« von Carl Philipp Emanuel Bach. Die Klavierbegleitung übernahm Alejandro Vila. Günter Buthke