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Musikalische Highlights nonstop

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Einen musikalischen Höhepunkt nach dem anderen präsentierten die acht Sänger bei ihrem Konzert im Postsaal. (Foto: M. Heel)

Um es gleich vorweg zu sagen: Mit dem Auftritt der acht Magic Tenors wurde dem Publikum im fast ausverkauften Trostberger Postsaal ein hochkarätiges Showerlebnis mit internationaler Starbesetzung geboten, das die Besucher hellauf begeisterte, den Pop- und Rockfan ebenso wie den Klas-sikliebhaber. Nicht nur, dass eifrig mitgeklatscht und -gesungen wurde, wäre Platz gewesen, hätte wohl so manche/r auch noch das Tanzbein geschwungen, etwa beim furiosen Bee Gees-Medley zum »Saturday Night Fever«.


Es war einfach faszinierend, wie die acht jungen Männer aus Finnland, Großbritannien, Zypern, Pakistan und den USA mit erstklassigem Live-Gesang, grandiosen Tanzeinlagen und kurzweiliger Bühnenshow über zwei Stunden lang ein musikalisches Highlight nach dem anderen präsentierten, von Pophymnen und großen Rocksongs über klassische Arien bis hin zu deutschen Schlagern. Dabei trat jeder der Tenöre, die neben der Gesangsausbildung auch professionell das Schauspielfach studiert haben, während der temporeichen Show auch mal als Solokünstler, im Duett oder Terzett an, sodass auch hier für Abwechslung gesorgt war.

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Den glanzvollen Auftakt bildete das spanische Kunstlied »Granada«, bei dem die acht, einer nach dem anderen, singend auf die Bühne kamen, sich im Gesang ablösten und so vorstellten. Ansonsten war es der finnische Sänger Riku Rokkanen, der gewitzt und in gutem Deutsch die Show moderierte und sehr sympathisch herüberkam. Bunt gemischt, aber immer flott und exzellent interpretiert, ging es bis zur Pause dann weiter, wobei das Spektrum vom irischen Volkslied »Whiskey in the Jar« über den Filmsong »Que sera, sera«, die Leonard Cohen-Komposition »Hallelujah« und den Udo Jürgens Schlager »Mit 66 Jahren« bis hin zur Arie »La Donna e mobile« aus Giuseppe Verdis Oper »Rigoletto« reichte.

Mit der »Bohemian Rhapsody« von Queen legten die acht Tenöre Constantine Andronikou, Josh Bellil, Afnan Iftikhar, Jack Montgomery, Nik Parks, Riku Rokkanen, Christopher Todd und Luke Zdrenka nach der Pause dann schön rockig los, weitere Ohrwürmer wie Rod Stewarts »Sailing« oder Billy Joels »Uptown Girl« sowie eine herrlich swingende Interpretation des Frank Sinatra-Klassikers »My Way« (Jack Montgomery) folgten. Aber auch die Klassik kam mit der Arie »Nessun Dorma« aus der Puccini-Oper »Turandot« zur Geltung, eindrucksvoll vorgetragen von Nik Parks.

Es war also kein Wunder, dass die Stimmung im Saal wie auf der Bühne nicht besser hätte sein können, als die rundum gelungene Show sich ihrem Ende zuneigte. Zum Glück standen noch drei Zugaben auf dem Programm, das Einschlaflied »La Le Lu« und zwei Titel von den Beatles, zunächst »Hey Jude« und dann »Twist and Shout«, zu dessen fetzigen Klängen die acht Tenöre aus dem Saal tänzelten, um anschließend im Foyer Hof zu halten bzw. Autogramme zu geben. Wolfgang Schweiger