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Musiksommer auf Herrenchiemsee

Beim 29. Konzert des Musiksommers zwischen Inn und Salzach am Sonntag, 26. August, um 18 Uhr im Bibliothekssaal des Augustiner-Chorherrenstifts auf Herrenchiemsee interpretieren das Mozartquartett Berlin und die japanische Meisterpianistin Naoko Fukumoto romantische Klavierquintette von Johannes Brahms und Franz Schubert. Karten gibt es im Vorverkauf an der Museumskasse Herrenchiemsee, Telefon 08051/6887-400, sowie an allen Vorverkaufsstellen von www.ticketonline.de.

Die Klavierquintette von Brahms und Schumann sind die zentralen Werke der Musikliteratur dieser Gattung und typisch für den Stil der mittleren Schaffensperiode beider Komponisten. Schumanns Klavierquintett ist ein persönliches Werk, in dem sich die Doppelnatur des Komponisten, wie sie in den Allegorien der Figuren »Florestan«, der Stürmische, und »Eusebius«, der Zartbesaitete, zum Ausdruck kommt, eindrucksvoll manifestiert. Diese Antithese ist in den Schriften Schumanns ständig präsent und hat auch Eingang in seine Werke gefunden (»Carneval« op. 9). Brahms hat sein Klavierquintett mehrfach umgearbeitet. Die erste Fassung war ein Streichquintett. Aber sein Freund, der Geiger Joseph Joachim, schreckte vor einer Aufführung zurück: »So wie das Quintett ist, möchte ich es nicht öffentlich produzieren.« Brahms nahm daraufhin radikale Änderungen vor: Zunächst in eine Sonate für zwei Klaviere und dann in ein Klavierquintett. Die erste Fassung wurde von ihm vernichtet. Das Klavierquintett weist starke Bezüge zu dem Quintett Schumanns auf, das Brahms gut gekannt hat.

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Das Mozartquartett Berlin spielt seit 2004 regelmäßig zusammen und konnte sich durch ständige, äußerst erfolgreiche Konzerte u. a. in Berlin, München, Hamburg, Salzburg, Wien und Herrenchiemsee als eines der besten deutschen Quartette profilieren. Die Karriere des Mozartquartetts Berlin ist insofern außergewöhnlich, als es nicht über Hochschule und Meisterkurse gefördert wurde, sondern sich auf dem »Freien Markt« durch herausragende Leistungen an herausragenden Spielstätten in den deutschen Musikzentren durchsetzen konnte.

Naoko Fukumoto hat ihr Klavierstudium an der Hochschule der Künste Berlin in der Klavierklasse von Prof. Georg Sava begonnen. Im Jahr 2005 legte sie ihr Konzertexamen mit Auszeichnung an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin ab. Als Solistin und Kammermusikerin trat sie in Deutschland, Spanien, Japan und Korea auf, zuletzt mit großem Erfolg als exzellente Chopin-Interpretin bei Klassikfestivals 2010 und 2011 in Berlin, Hamburg und München. Sie ist Dozentin an der Leo-Borchard-Musikschule Berlin.