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Musiksommer startet »mit Zuversicht« ins 41. Jahr

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Die Verantwortlichen des Musiksommers zwischen Inn und Salzach, Augustin Spiel (von links), Monsignore Konrad Kronast, Landrat Siegfried Walch, Dr. Günther Wittmann und Werner Linhardt, freuen sich auf die Konzertreihe 2016. (Foto: Rasch)

Der Musiksommer zwischen Inn und Salzach stand im vergangenen Jahr ganz im Zeichen von vier Jahrzehnten. Zu den 37 Konzerten im Jubiläumsjahr »40 Jahre Musiksommer« kamen über 8000 Besucher, bilanzierte der stellvertretende Vorsitzende, Dr. Helmut Wittmann, in der Mitgliederversammlung im Landratsamt Traunstein. Vorausschauend auf die kommende Saison stellte Wittmann fest: »Der Jubilar steht auch mit 41 Jahren gut da und schaut mit Zuversicht in die Zukunft.« In rund drei Wochen beginnt die neue Konzertsaison. Bis Anfang Oktober dürfen sich die Besucher wieder auf unvergessliche Momente im traditionellen Dreiklang Musik – Landschaft – Architektur freuen.


Dass es in der langen Saison mit 37 Konzerten gelungen sei, den Spannungsbogen beim Publikum bis zum Finale aufrechtzuerhalten, habe das überaus gut besuchte Schlusskonzert im Oktober in Altötting gezeigt. Zu dem Gemeinschaftskonzert in der Sankt Anna Basilika Altötting kamen 560 Zuhörer. Eine zufriedene Bilanz zog auch Schatzmeister Werner Linhardt. Der kalkulierte Fehlbetrag von 5000 Euro sei bei Weitem nicht erreicht worden, erklärte Linhardt. Der tatsächliche Verlust beträgt 829 Euro.

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Die höchsten Ausgaben für die Künstlerhonorare

Den Einnahmen in Höhe von 149 345 Euro standen Ausgaben von 150 175 Euro gegenüber. Bei den Einnahmen schlugen die Zuwendungen von Sponsoren mit knapp 50 000 Euro zu Buche und die Eintrittsgelder mit knapp 59 000 Euro. Der größte Posten bei den Ausgaben waren die Künstlerhonorare mit 74 800 Euro.

Landrat und Schirmherr Siegfried Walch bescheinigte der Versammlung eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Musiksommer und dem Landkreis. Sein Wunsch sei es, eine noch stärkere Kulturregion zu werden.

Das diesjährige Konzertjahr soll auch an 1816 erinnern, als der Rupertiwinkel nach fast 1000-jähriger Zugehörigkeit zum Erzbistum Salzburg zu Bayern kam und es neue Grenzen in Europa gab. Deshalb stellt der Vorsitzende, Altlandrat Hermann Steinmaßl, sein Grußwort im Programmheft 2016 unter das Motto »Musik verbindet Menschen und überwindet Grenzen.« Der Musiksommer habe diese Grenzen stets überwunden und trage zu einer musikalischen und kulturellen, bayerisch-salzburgerischen Identität bei, so Steinmaßl.

Das Konzertprogramm für den »Musiksommer 2016« wurde in den vergangenen Monaten von der Künstlerischen Leitung in Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung geplant und vom Vorstand im Dezember vergangenen Jahres bestätigt. Das Programm stellte Augustin Spiel von der Künstlerischen Leitung vor. Einen Schwerpunkt werden wieder die Chor- und Orchesterkonzerte mit geistlicher Musik bilden. Etwa Haydns »Schöpfung« in Mühldorf und Haydns Theresienmesse mit dem Salzburger Domchor in Fridolfing. Auch in den Orchesterkonzerten mit den Münchner Symphonikern, der Bad Reichenhaller Philharmonie und dem »Pro Musica«-Orchester Salzburg werde große Symphonik geboten, sagte Spiel.

Da der Sektor »Alte Musik« mittlerweile viele Zuhörer gefunden habe, werden Ensembles wie »Concerto München«, Chor und Instrumentalisten der Salzburger Bachgesellschaft und das norwegische Ensemble »Barokkanerne« Klangvielfalt auf alten Instrumenten präsentieren.

Junge Künstler sind wieder stark vertreten

Stark vertreten wird auch wieder die junge Künstlergeneration sein. Kammermusik in höchster Qualität versprechen die ARD-Preisträger und die Stipendiaten des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks. Ein da capo mit Mozarts Klarinetten-Quintett ist auf dem Chiemseeschiff »Edeltraud« angesagt und ein Solitär ist ein Abend mit Bachs Cello-Solosuiten, gespielt von Wen-Sinn Yang im Schloss Hartmannsberg. Auch feinsinnige Volksmusik aus der Region erklingt an zwei Abenden in den Kirchen von Surberg und Marquartstein. Als erfreulich bezeichnete Spiel, dass mit Schloss Hartmannsberg, der prächtigen Bergkirche von Ruhpolding und der Burganlage Haag neue Spielstätten hinzugewonnen werden.

Insgesamt wird es von Mai bis Oktober ein abwechslungsreiches Programm mit 27 Konzerten geben. Das Auftaktkonzert »Jauchzet, ihr Lieder« mit den Altöttinger Kapellsingknaben und der Mädchenkantorei sowie dem Kammerorchester »Viva Musica Salzburg« findet am Samstag, 7. Mai, um 18 Uhr in der Stiftspfarrkirche Altötting statt. Am Tag darauf, am Sonntag, 8. Mai, gastieren die Münchner Symphoniker im Traunreuter k1 anlässlich eines Muttertagekonzerts und die ARD-Preisträger musizieren um 19.30 Uhr in der Aula des Kurfürst-Maximilian-Gymnasiums Burghausen. Gabi Rasch

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