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25-Jähriger Tatverdächtiger soll am 28. Februar 2017 zwei ältere Menschen bei einem Raubüberfall ermordet haben

Mutmaßlicher Doppelmörder erhängt sich in Zelle

Foto: dpa/Sebastian Willnow

Rosenheim – Der wegen zweifachen Mordes am 27. Februar in Rott am Inn beschuldigte Verdächtige hat sich in der Nacht auf Freitag in seinem Zimmer einer forensischen Klinik in Straubing selbst das Leben genommen.


Der 25-Jährige war Anfang Februar aus einer psychiatrischen Einrichtung ausgebrochen und wurde am 28. Februar nach einem Raubüberfall auf zwei Rentner in Rott am Inn festgenommen. Gegen ihn erging Haftbefehl wegen Mordes.

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Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, hat sich der Tatverdächtige in der Nacht auf Freitag selbst das Leben genommen. Er wurde am frühen Freitagmorgen erhängt in seinem Zimmer aufgefunden. Dort fanden die Beamten auch einen Abschiedsbrief.

Die Kriminalpolizei Straubing hat die Ermittlungen zur Todesursache aufgenommen. Bislang sind keine Erkenntnisse für ein Fremdverschulden vorhanden. Zur endgültigen Klärung wurde von der Staatsanwaltschaft Regensburg, Zweigstelle Straubing, eine Obduktion am Institut für Rechtsmedizin in Erlangen angeordnet.

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Das Haus, in dem am Montag zwei Menschen erstochen wurden, in Rott am Inn (bei Rosenheim). Ein Mann und eine Frau wurden dort mit schweren Schnittverletzungen in einer Wohnung aufgefunden und starben kurz darauf. Eine Frau aus der Nachbarschaft und ein Mann wurden festgenommen. Foto: Polizeipräsidium Oberbayern Süd
Das Haus, in dem am Montag zwei Menschen erstochen wurden, in Rott am Inn (bei Rosenheim). Ein Mann und eine Frau wurden dort mit schweren Schnittverletzungen in einer Wohnung aufgefunden und starben kurz darauf. Eine Frau aus der Nachbarschaft und ein Mann wurden festgenommen. Foto: Josef Reisner/dpa

Das Haus, in dem Ende Februar zwei Menschen erstochen wurden, in Rott am Inn (bei Rosenheim). Einem älteren Mann und einer Frau wurden dort schwere Schnittverletzungen zugefügt, sie starben kurz darauf. Eine Frau aus der Nachbarschaft und der 25-Jährige Tatverdächtige wurden am Tatort festgenommen.

Foto: dpa

Anmerkung der Redaktion:

Normalerweise berichten wir nicht über Suizidfälle, es sei denn, es gibt besondere Gründe für eine erhöhte öffentliche Aufmerksamkeit. Wir halten uns möglichst zurück, da es bei Selbstmorden eine hohe Nachahmerquote gibt.
Sollten Sie oder ein Bekannter sich von besonderen Lebensumständen betroffen fühlen, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge. Unter der kostenlosen Hotline 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222 erhalten Sie 24 Stunden am Tag Hilfe und Beratung. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.krisendienst-psychiatrie.de.

Fotos: Polizei/dpa