weather-image
20°

»Na na na na na, live is life«

4.0
4.0
Bildtext einblenden
Ein Konzert gaben die Schüler des Chiemgau-Gymnasiums. Bigband und Schulchor traten auch auf. (Foto: Veit)

Traunstein – Rot und blau leuchteten die Luftballons, die an der Decke hingen, grün und gelb die Papierstreifen, die die Wand schmückten. So farbenfroh sich die Bühne in der Aula des Chiemgau-Gymnasiums (CHG) am Donnerstagabend zeigte, so bunt gestaltete sich das musikalische Programm, das die Schüler, unterstützt und begleitet von den Lehrern, im Rahmen des Sommerkonzerts zum Besten gaben. Von der Klassik bis zur Popmusik bekamen die Zuhörer alles zu hören, was das Herz erfreut.


»Kreuz und quer« gab Schulleiter Klaus Kiesl in der voll besetzten Aula als Motto für den Abend aus. Mit dem Sommerkonzert wolle das Gymnasium einen bunten Melodienstrauß, zusammengestellt von den Lehrern unter der Gesamtleitung von Christina Pigerl, zu Gehör bringen. Darüber hinaus möchte die Schule laut Kiesl auch das Jahresmotto »Gemeinsam miteinander« umsetzen. Und gemeinsam heißt für ihn und das Chiemgau-Gymnasium auch schulübergreifend. So berichtete der Direktor, dass die Bigband des CHG in der Ludwig-Thoma-Grundschule gespielt habe – und er freute sich, dass nun viele Mädchen und Buben aus der Grundschule das Sommerkonzert im CHG bereicherten.

Anzeige

Und die Grundschüler waren es dann auch gleich, die als erste loslegten. Unterstützt von der Bigband des CHG sangen sie »Musik vereint uns«, das Lied zum Aktionstag Musik in Bayern. Die Band spielte anschließend flott auf, ehe der Unterstufenchor unter der Leitung von Andreas Scheubert festen Schrittes auf die Bühne kam. Mit ihrem Lied »We go together« gaben die jungen CHGler dem Motto, dem sich die Schule in diesem Jahr verschrieben hat, eine klingende Note.

Die Bühne gehörte dann den Musikerklassen der fünften und sechsten Jahrgangsstufe. Unter der Leitung von Pigerl spielten sie unter anderem »I’m Popeye the Sailor Man«. Sie erinnerten damit nicht nur an den Spinat vertilgenden Matrosen, der sich schon vor vielen Jahren einen festen Platz in der Welt der Comicfiguren erobert hatte, sondern gaben vor allem auch einen hörbaren Beleg, dass sie am CHG schon viel gelernt haben.

Eine Cellogruppe unter der Leitung von Götz von der Bey entführte die Besucher in die Welt der Filmmusik. Als die vier »Game of Thrones« und »Das Lied vom Tod« spielten, war es mucksmäuschenstill im großen, weiten Rund der Aula. Die Band spielte anschließend erneut groß auf, ebenso dann auch das Unterstufenorchester. Und nach den »Kleinen« meldeten sich die »Großen« spiel- und stimmgewaltig musikalisch zu Wort: Unter der Leitung von Claudia Germann-Bauer unternahm das Orchester einen Ausflug dann nochmals in die Filmmusik und erinnerte mit »Hedwig’s Theme« und »Nimbus 2000« an den unvergessenen Harry Potter. Begleitet vom Orchester sang der Chor mit »Black Orpheus« ein erstes Lied an diesem Abend.

Mit Klezmermusik und einer Gavotte gab das Orchester anschließend einen Beleg seiner Vielseitigkeit. »Adiemus« sang der Schulchor – 27 junge Damen und zehn junge Herren – vielstimmig, ehe dann zweimal jeweils eine Stimme im Fokus stand: Den Solopart bei »Cantus iteratus« übernahm Sarah Eder, den bei »Mr. Zoot Suit« dann Clea Zimmermann. Und die Zuhörer waren beeindruckt von deren Auftritten.

Band und Chor erinnern an die Gruppe Queen

Nach der Pause sorgte die Bigband für einen flotten Einstieg in die zweite Hälfte des Abends. Und sie erinnerte insbesondere an eine Band, die in den 80er Jahren die ganze Welt »gerockt« hatte: Mit »Queen on Stage«, einem Zusammenschnitt mehrerer Songs, ließen die Schüler Freddie Mercury und Co. hoch leben.

Einem ganz besonderen Song von Queen widmete sich alsdann der Chor: »Don’t stop me now« gaben die Sänger zum Besten – und anzusehen war ihnen, dass ihnen der Auftritt alles andere als eine lästige Pflichtaufgabe war, sondern dass sie vielmehr einfach die pure Lust am Singen hatten.

Einmal angefangen mit bekannten und beliebten Liedern folgten alsdann weitere Ohrwürmer. Die Combo spielte zum Beispiel »Mr. Sandman«, der Chor sang »Get lucky«, das Orchester spielte – die Beatles dürfen in einem Schülerkonzert schließlich nicht fehlen – »Yellow submarine«. Und zum Schluss des Konzerts saßen und standen dann ziemlich viele Schüler kreuz und quer auf der Bühne, gemeinsam und miteinander spielten und sangen sie: »Na na na na na, live is life.«