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Nach der Wahl wird verhandelt

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Angela Merkel
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Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel ging am Sonntag wählen. Foto: Kay Nietfeld/dpa Foto: dpa

Am Sonntag war in vielen Schulen in Deutschland jede Menge los. Die Leute gingen aber nicht zum Unterricht, sondern zu einer großen Wahl. Schulen und andere Einrichtungen wurden dafür zum Wahllokal. Dort gaben die Menschen ihre Stimmzettel ab.


Die Wähler stimmten für Politiker und Parteien, die sie im Bundestag vertreten sollen. Alle vier Jahre wird in Deutschland gewählt, welche Politiker im Bundestag über wichtige Themen entscheiden.

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Doch nicht nur deshalb warteten viele Leute gespannt auf die Ergebnisse. In den Tagen und Wochen nach der Wahl geht es auch um eine andere Frage: Wer regiert in Deutschland mit wem?

Normalerweise bildet nicht eine Partei alleine die Regierung. Um Entscheidungen besser durchsetzen zu können, tut sich der Sieger meist mit anderen zusammen. So ein Bündnis nennt man Koalition.

Zuletzt regierten die CDU und die CSU zusammen mit der SPD. Auch bei dieser Wahl lagen CDU und CSU bei Umfragen weit vorne. Der Sieger kann sich jedoch nicht einfach aussuchen, mit welcher Partei er zusammenarbeitet. Auch der Bündnispartner muss sich darauf einlassen.

Deshalb treffen sich Politiker der Parteien nach der Wahl, um mögliche Bündnisse zu besprechen. Dabei wird nicht nur nett geplaudert, sondern verhandelt.

Die Politiker der verschiedenen Parteien überlegen: Bei welchen Themen haben wir die gleichen Ziele und bei welchen sind wir anderer Meinung? Sie sagen auch, welche Themen ihnen besonders wichtig sind.

Am Ende schließen sich zwei oder mehrere Parteien zusammen. Sie einigen sich auf einen Vertrag. Darin steht, was die Parteien gemeinsam erreichten möchten.

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