Nach Erhebung von Gebühren: Parkchaos am Klinikum Freilassing

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In den Nebenstraßen des Freilassinger Krankenhauses reihen sich die Autos aneinander. Foto: FDL/Brekl

Freilassing – Seit Einführung einer Parkgebühr von einem Euro pro Stunde auf dem Parkplatz am Freilassinger Krankenhaus platzen die Nebenstraßen aus allen Nähten. Anwohner berichten, dass sie selbst nicht mehr vor ihren Häusern parken könnten. Außerdem seien die Straßen sehr eng geworden und daher nur noch mit einem Fahrzeug befahrbar. Zum Abbiegen müsse man bis in die Mitte der Straße einfahren. Die Kliniken Südostbayern AG verweist auf die Besitzer der benachbarten Schrebergärten.


Seit Beginn der Pandemie herrscht in den Schrebergärten jedoch wenig Betrieb; laut Anwohnern seien es Klinikmitarbeiter und Patienten, die in den Nebenstraßen parken. Beweis dafür sei der halbleere Parkplatz am Klinikum.

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Der Parkplatz des Klinikums wird deutlich weniger genutzt, seit Parkgebühren eingeführt worden sind. Foto: FDL/Brekl

Auf Facebook wird das Thema in der Gruppe „Du kommst aus Freilassing, wenn du“ diskutiert. Ein User schreibt: „Schummannstraße, Vinzentiusstraße sowie Matulusstraße sind zugeparkt bis zu den Kreuzungen. Rettungswagen und Notarzt müssen sich durch die Straßen kämpfen und verlieren dadurch wertvolle Zeit.“ Ein Gespräch zwischen den Kliniken Südostbayern und den Vertretern des Schrebergartens sei zwar versprochen gewesen, jedoch bisher nicht zustande gekommen, da sich gegenseitig die Schuld in die Schuhe geschoben werde.

Der Pressesprecher des BRK Berchtesgadener Land bestätigt die Situation – halbvoller Krankenhaus-Parkplatz und volle Straßen – auf Anfrage. Um Unfälle zu vermeiden, ist nun größte Vorsicht beim Befahren der betroffenen Straßen und beim Abbiegen geboten.

Stadtrat Felix Barton hat die Problematik in der Stadtratssitzung bereits angesprochen, bisher jedoch ergebnislos.

FDL/Brekl/JuC


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