Bildtext einblenden
Foto: Leitner/BRK BGL

Nach Notbremsung auf der Bahnstrecke zwischen Freilassing und Teisendorf: Großaufgebot an Einsatzkräften rückt aus

Ainring/Strass – Am späten Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr musste ein Großaufgebot von Feuerwehr, Rotem Kreuz und Polizei an die Bahnstrecke zwischen Freilassing und Teisendorf ausrücken. Dort stand eine mit rund 400 Menschen besetzte Regionalbahn auf dem Weg nach München nach einer automatischen Notbremsung mit rund 150 Stundenkilometern bei Niederstraß auf freier Strecke, da rund einen Kilometer zuvor offenbar zwei Menschen direkt an den Gleisen gestanden hatten.


Die Leitstelle Traunstein musste zunächst davon ausgehen, dass zwei Leute möglicherweise durch den Zug erfasst und darüber hinaus zumindest ein Teil der vielen Fahrgäste durch die Notbremsung verletzt worden war. Daher alarmierte sie neben den Freiwilligen Feuerwehren Ainring, Weildorf, Freilassing und der Kreisbrandinspektion ein Großaufgebot des Roten Kreuzes, darunter die Sanitätseinsatzleitung mit Unterstützungsgruppe, vier Notärzte, den Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ und vier Rettungswagen aus Bad Reichenhall, Berchtesgaden, Freilassing und Teisendorf. Die Einsatzkräfte suchten gemeinsam die Bahnstrecke aus der Luft und zu Fuß ab und erkundeten die Lage im Zug, konnten aber bald Entwarnung geben, da niemand verletzt worden war.

Der Freilassinger Notarzt und die Rettungswagenbesatzung des Teisendorfer Roten Kreuzes kümmerten sich um den betroffenen Lokführer und brachten ihn vorsorglich in eine Klinik. Der Notfallmanager der Bahn organisierte einen Ersatz-Lokführer, der seinen Kollegen ablöste, sodass die Fahrgäste nicht umsteigen mussten und ihre Fahrt fortsetzen konnten. Der Großteil der Einsatzkräfte konnte nach rund einer Stunde wieder einrücken.

fb/red