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Nach Verletzung wieder topfit

Zunächst setzte sich das gut besetzte Teilnehmerfeld Richtung Ljubljana in Bewegung. In der Spitzengruppe war Florian Bissinger vom Team Vorarlberg dabei, der nach einer schweren Sturzverletzung immer besser in Schwung kommt. In den ersten Rennstunden ritten die Teams immer wieder Attacken, sodass der Rennschnitt mit über 52 km/h extrem hoch war.

Nach etwa 100 Kilometern überfuhr das Feld einen fünf Kilometer langen Anstieg, bei dem sich endgültig die Spreu vom Weizen trennte. Bissinger und das Team Vorarlberg waren jedoch gut dabei. Die Verhältnisse wurden immer schwieriger. Denn die Temperaturen fielen auf 15 Grad und den Fahrern schlug starker Seitenwind entgegen: »Das erinnerte an belgische Verhältnisse«, erklärte Bissinger nach dem Rennen, das den Fahrern im Finale einen Schlussanstieg hinauf zur Burg von Ljubljana mit immerhin zehn Prozent Steigung bescherte.

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Hier stellte Bissinger einmal mehr seine Qualitäten bei solchen Rampen unter Beweis und konnte sich als bester Westeuropäer auf dem vierten Platz behaupten. Die ersten drei Plätze waren allerdings an Marko Kump, Matej Mugerli (beide Team Adria Mobil) und Luca Mezgec vom Team Sava bereits vergeben.

»Viel hat aufs Podest nicht gefehlt, ich hätte ein bisschen früher den Turbo zünden sollen, dann wäre es vielleicht noch ausgegangen, es haben nur drei Sekunden aufs Podium gefehlt. Aber ich bin sehr glücklich nach den vielen gesundheitlichen Problemen in diesem Jahr erneut meine Klasse unter Beweis gestellt zu haben«, freute sich Florian Bissinger, der auch vom Radsport-Team M+R Brandner aus Berchtesgaden unterstützt wird. Der Rennschnitt der Spitzengruppe, die mit 15 Fahrern innerhalb von zehn Sekunden ins Ziel kam, betrug 45,8 km/h. Das letzte Rennen innerhalb der österreichischen Radsport-Bundesliga findet am 8. September in Judenburg-Winterleiten statt und wird zugleich als österreichische Meisterschaft ausgefahren. cw