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Nachwuchskletterer auf dem Weg nach oben

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Toni Wendl aus Bischofswiesen gehört zu den größten Klettertalenten im Jugendbereich. Foto: DAV

Bischofswiesen/Frankfurt – Bei der Alpenvereinssektion Berchtesgaden wächst zurzeit ein junges Klettertalent heran, das im B-Jugendbereich bereits zur deutschen Spitze zählt. Das bewies Toni Wendl am Wochenende beim deutschen Bouldercup in Frankfurt. Unter den fast 50 Startern aus allen Bundesländern holte sich der Bischofswieser den 2. Platz.


Zusammen mit seinen Trainern Bernhard Wolf und Matthias Urbauer nahm der 14-Jährige die weite Fahrt nach Frankfurt auf sich, um sich dort seinen bislang größten Erfolg im Bouldersport zu sichern. Das Klettern in Absprunghöhe, das von wenigen, aber dafür extrem schwierigen Einzelzügen geprägt ist, boomt derzeit – und so hatte Toni Wendl beim Wettkampf starke Konkurrenz, gegen die es sich durchzusetzen galt.

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Doch der junge Bischofswieser machte seine Sache gut. »Toni hat im Wettkampf wirklich alles gegeben. Ich habe ihn noch nie so kämpfen gesehen«, lobte Trainer Bernhard Wolf seinen Schützling, der sich nur Max Prinz vom AlpinClub Hannover geschlagen geben musste. »Der Sieger war Toni Wendl körperlich überlegen. Koordinativ aber ist Toni der Beste«, sagt Bernhard Wolf, selbst ehemaliger Wettkampfkletterer.

Im hiesigen Stützpunktkader des Kletterfachverbandes Bayern gehört Wendl zu einer Gruppe von 15 leistungsstarken Nachwuchskletterern im Alter von 11 bis 19 Jahren, die regelmäßig im Kletterzentrum Bischofswiesen der Alpenvereinssektion Berchtesgaden trainieren. Betreut werden die jungen Sportlerinnen und Sportler von den Stützpunkttrainern Bernhard Wolf, Korbinian Rieser und Matthias Urbauer. Für sie war die Teilnahme am Deutschen Bouldercup eine wichtige Standortbestimmung. Schließlich weiß man nun, dass man mit Toni Wendl um den Sieg mitkämpfen kann. So könnte es bereits am übernächsten Wochenende bei der Bayerischen Meisterschaft in Regensburg wieder ein Erfolgserlebnis für den Bischofswieser Ausnahmekletterer geben, der auch mit Seil Routen bis zum 10. Schwierigkeitsgrad bewältigt. Ulli Kastner