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Nadal zwingt Djokovic in die Knie - Finale gegen Ferrer

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Hocherfreut
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Rafael Nadal jubelt über seinen Einzug ins Finale. Foto: Christophe Karaba Foto: dpa
Durchgesetzt
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David Ferrer ist Rafael Nadal mit einem Sieg über Jo-Wilfried Tsonga ins Finale gefolgt. Foto: Christophe Karaba Foto: dpa
Stolperer
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Novak Djokovic kann sich mit dem Schläger abstützen und einen Sturz verhindern. Foto: Caroline Blumberg Foto: dpa
Angespannt
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Novak Djokovic zeigt im Spiel gegen Rafael Nadal Nerven. Foto: Christophe Karaba Foto: dpa
Schwerarbeit
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Rafael Nadal hat sich gegen Novak Djokovic ins Finale gekämpft. Foto: Christophe Karaba Foto: dpa
Diskussion
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Jo-Wilfried Tsonga ist mit einer Schiedsrichterentscheidung nicht einverstanden. Foto: Christophe Karaba Foto: dpa
Anstrengung
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David Ferrer bläst im Halbfinale gegen Jo-Wilfried Tsonga die Backen auf. Foto: Caroline Blumberg Foto: dpa
Enttäuschung
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Jo-Wilfried Tsonga zeigt sich über seine Halbfinal-Niederlage schwer enttäuscht. Foto: Yoan Valat Foto: dpa
Gefühlsausbruch
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David Ferrer wird von seinen Gefühlen überwältigt. Foto: Caroline Blumberg Foto: dpa

Paris (dpa) - Titelverteidiger Rafael Nadal hat in Paris ein großartiges Duell der Tennis-Giganten gegen Novak Djokovic gewonnen und greift nach seinem achten French-Open-Titel.


Damit strebt der Sandplatzkönig im spanischen Finale gegen David Ferrer am Sonntag einen Rekord an: Noch nie konnte ein Spieler so oft beim selben Grand-Slam-Turnier triumphieren. »Solche Matches machen den Sport groß«, sagte Nadal nach dem 6:4, 3:6, 6:1, 6:7 (3:7), 9:7 über den Weltranglisten-Ersten Djokovic. »Es ist etwas ganz Besonderes für mich, hier auf diesem Platz zu spielen, besonders nach meiner langen Verletzungspause.«

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Anschließend zog Ferrer mit 6:1, 7:6 (7:3), 6:2 über Jo-Wilfried Tsonga im sechsten Versuch in sein erstes Grand-Slam-Endspiel ein. »Im Finale von Roland Garros zu stehen, ist ein Traum«, sagte der 31-Jährige. Lokalmatador Tsonga verpasste es, als erster Franzose seit Henri Leconte 1988 um den Titel zu spielen. Der bislang letzte Heimsieg durch Yannick Noah liegt sogar schon 30 Jahre zurück.

Nadal will schon zum insgesamt zwölften Mal eines der vier wichtigsten Turniere gewinnen und geht mit einer 19:4-Bilanz gegen Ferrer ins Finale. Djokovic konnte sich dagegen nicht für die letztjährige Niederlage im Endspiel revanchieren. Damit fehlen ihm die French Open auch weiterhin als einziges Turnier in seiner Grand-Slam-Titelsammlung.

»Novak wird in einem anderen Jahr hier gewinnen, er ist ein großer Champion«, prophezeite Nadal. »Es war ein unglaubliches Match. Alles, was ich fühle, ist Enttäuschung«, antwortete Djokovic. »Ich sehe nicht viel, was ich falsch gemacht habe, besonders im fünften Satz. Er hat im richtigen Moment Mut gezeigt und ist draufgegangen. Darum ist er ein Champion. Ich muss wieder ein Jahr warten. Ich wollte diesen Titel so sehr.«

Vier Jahre nach seiner bislang einzigen Pariser Niederlage gegen den Schweden Robin Söderling sah es für Nadal beim 2:4 im fünften Satz nicht gut aus. Doch als Djokovic bei einem verwandelten Schmetterball das Netz berührte, bescherte er seinem Dauerrivalen einen Breakball - wenig später war beim 4:4 alles wieder offen, immer noch gelangen beiden fantastische Schläge. Nadal hatte nach 4:37 Stunden das bessere Ende für sich, als Djokovic beim ersten Matchball eine Vorhand zu lang geriet. »Ich bin glücklich, wie ich gespielt und wie ich im fünften Satz gekämpft habe«, sagte Nadal.

Am Schluss von Satz vier hatte schon alles auf einen erneuten Final-Einzug des Mallorquiners hingedeutet, der beim 6:5 und 30:15 mit eigenem Aufschlag nur zwei Punkte vom Sieg entfernt war. »Ich wusste, das wird ein schwieriges Spiel, denn Novak ist ein Fighter«, erklärte Nadal. Die Nummer eins kniete sich noch einmal voll hinein, schaffte zum zweiten Mal ein Rebreak und dominierte den Tiebreak. Nadal zeigte Wirkung und verlor im entscheidenden Satz sofort sein Service, bewies aber seinerseits enormen Kampfgeist und schuftete unermüdlich an der Grundlinie - letztlich mit Erfolg.

Bei frühsommerlichem Wetter mit einer lebhaften Brise wurden die 15 000 Fans auf dem Court Philippe Chatrier anschließend enttäuscht. Tsonga konnte nie die hohen Erwartungen seiner Landsleute erfüllen. Der Australian-Open-Finalist von 2008 verspielte auch eine 3:0-Führung im zweiten Satz gegen Ferrer schnell.