weather-image
Ab Ende Juli können Bürger Meinung äußern – Mobilfunk wird aufgerüstet

Nächste Phase für »Hindenburglinde«

Ramsau – Die Bürger und Behörden dürfen ab sofort ihre Bedenken und Stellungnahmen zur Erweiterung des Hotels »Hindenburglinde« in Ramsau äußern. Das hat der Gemeinderat am Dienstag beschlossen. Zudem gaben die Plenumsmitglieder ihr Einverständnis zu einigen Bauvorhaben. Geschäftsleiter Martin Willeitner gab abschließend noch bekannt, dass der Mobilfunkmast am Wachterl von der Firma Vodafone mit dem neuen, besseren LTE-Mobilfunknetz aufgerüstet wird.

Nun dürfen Bürger und Behörden ihre Stellungnahmen zum Ausbau des Hotels »Hindenburglinde« abgeben. (Foto: BGLT)

Die Eigentümer des Hotels »Hindenburglinde« planen, wie berichtet, einen Ausbau ihres Betriebs. So sollen ein Schwimmbecken, ein dreigeschoßiges, zusätzliches Gebäude und 37 Stellplätze entstehen. Da es unter anderem seit längerer Zeit Ärger mit den Nachbarn aufgrund der Zufahrt gibt, entschied sich der Gemeinderat für einen Bebauungsplan. »Denn in keiner anderen Form werden die Bedenken der Nachbarn oder anderer so gut berücksichtigt, wie in Form eines Bebauungsplans«, war auch Bürgermeister Herbert Gschoßmann (CSU) überzeugt.

Anzeige

Bereits in der Sitzung im Mai hatte Gschoßmann ein seitenlanges Schreiben vorgelesen, in dem die Nachbarn des Hotels ihre Kritik äußerten: Die Gäste würden auf der gemeinsamen Zufahrt den Weg mit ihren Autos versperren, lautete ein Vorwurf. Wie Willeitner in der jüngsten Sitzung bekannt gab, gibt es mittlerweile einen Gerichtsbeschluss. Dieser besagt, dass die Zufahrts-Trasse von beiden Parteien benützt werden soll. Der Geschäftsleiter präsentierte die aktuellen Pläne eines Architekturbüros: Die Einfahrt zum Hotel soll neu entstehen, die Ausfahrt bleibt dieselbe wie zuvor. Dazu gibt es Ausgleichsflächen, die laut Willeitner »intensiv landwirtschaftlich genutzt« werden, das heißt, zwei- bis dreimal im Jahr gemäht. Zu diesen Plänen können sich nun Bürger und Behörden auf der Gemeinde äußern. Diese Phase läuft von Ende Juli bis Ende August. Herbert Gschoßmann steht hinter der Hotelerweiterung: »Ich kann das Vorhaben nur begrüßen.« Dieser Meinung war auch Richard Graßl (CSU). Nur Gemeinderat Josef Maltan vom Ramsauer Wahlblock war gegen den weiteren Schritt zur Erweiterung des Hotels. Maltan forderte, die Planung zu ändern. Er betonte, das Problem mit der Zufahrt sei dadurch nicht gelöst. Zweiter Bürgermeister Rudi Fendt (Ramsauer Wahlblock) fügte hinzu: »Ich bin guter Hoffnung, dass sich die nachbarschaftliche Situation verbessert. Das Vorhaben tut unserer Gemeinde gut.«

Neben das Hotel »Alpenhof« am Hintersee will der Bauherr ein Personalwohnhaus mit Garagen und Lagerräumen bauen. Diesem Bauantrag gab der Gemeinderat grünes Licht. Zudem ist eine Betriebsleiterwohnung geplant. Dritter Bürgermeister Josef Maltan (CSU) bezeichnete dieses Vorhaben als »gutes Zeichen für die Ramsau« und als »wünschenswert«.

Auch an anderer Stelle im Ort soll etwas Neues entstehen. So stellte ein weiterer Bürger eine Voranfrage auf Bau eines Betriebsleiterwohnhauses neben dem Café Niedermayer am Ortseingang. Zudem will er das bestehende Betriebsgebäude erweitern. Auch hier stimmten alle zwölf Gemeinderäte mit Ja. Ebenso entschied das Plenum bei einem anderen Antrag auf Anbau eines Holzlagers mit einem Abstellraum.

Die Bauvoranfrage einer weiteren Firma auf Errichtung eines Wohnhauses und einer Werkstatt wurde auf eine der kommenden Sitzungen verschoben. Martin Willeitner gab in der Dienstagssitzung bekannt, dass die Firma Vodafone den Mobilfunkmast am Wachterl mit dem neuen LTE-Netz ausstatten will. Es handelt sich um den Mast an der Alpenstraße 155. Rudi Fendt erkundigte sich, ob dadurch auch das Mobilfunknetz in der Ramsau besser wird. »Nur für die Vodafone-Kunden«, entgegnete Willeitner. Annabelle Voss