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Nächtliche Sperrungen der B305 für Laichwanderungen

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Das Frühjahr ist die Zeit der Amphibienwanderungen. Frösche, Kröten (Bild) und Molche machen sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern und müssen dabei meist auch Straßen überqueren. Für viele von ihnen ein tödliches Unterfangen.

Ruhpolding/Reit im Winkl – Tiefe Temperaturen und Schneefall behindern vorerst die Laichwanderung der Amphibien über die Bundesstraße 305 im Dreiseengebiet. Doch die Vorbereitungen für die nächtliche Sperrung der Straße sind in vollem Gang.


An Bayerns größtem Amphibienübergang queren rund 30 000 Frösche, Kröten und Molche die B305 und wandern zu ihren Laichgewässern. Zum Schutz wird die Bundesstraße zwischen Ruhpolding und Reit im Winkl im Dreiseengebiet – wie bereits in den vergangenen Jahren – während der Hauptzeit der Amphibienwanderung an mehreren Tagen zwischen 20 und 6 Uhr voll für den Verkehr gesperrt.

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Die Umleitung erfolgt weiträumig über die Kreisstraße TS 5 von Siegsdorf nach Staudach/Grassau beziehungsweise über die Autobahn. Die Umleitungsstrecke ist ausgeschildert.

Die Sperrung der Bundesstraße erfolgt mittels Schrankenanlagen bei Seegatterl und Seehaus. Das stellt den besten Schutz für die Amphibien dar. Die Sperrung ist unerlässlich, da bereits wenige Fahrzeuge ausreichen, um zahlreiche Amphibien durch direktes Überfahren oder durch den Fahrtwind bei Geschwindigkeiten von über 30 km/h zu töten. Hinweisschilder weisen Verkehrsteilnehmer frühzeitig auf die Straßensperrung hin. Bedienstete des Staatlichen Bauamts sind angewiesen, die Schranken pünktlich zu sperren. An Urlauber und Wanderer wird deshalb appelliert, das Seengebiet rechtzeitig zu verlassen.

Die Sperrung erfolgt in Abstimmung mit dem Landratsamt Traunstein, den beiden Gemeinden Reit im Winkl und Ruhpolding sowie der Polizei Ruhpolding. fb