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Neid: «Hinterfrage mich nach jedem Turnier»

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Selbstkritisch
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Bundestrainerin Silvia Neid hinterfragt sich nach jedem Turnier selbst. Foto: Carmen Jaspersen Foto: dpa

Berlin (dpa) - Unabhängig vom Ausgang des EM-Turniers will sich Frauen-Bundestrainerin Silvia Neid selbst überprüfen.


«Ich hinterfrage mich natürlich nach jedem Turnier. Was will ich verbessern? Wo geht der Weg hin? Wenn man aufhört solche Fragen zu stellen, bleibt man stehen», sagte die 49-Jährige in einem Interview mit der «Bild-Zeitung».

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Die Trainerin der deutschen Fußball-Frauen glaubt jedoch, dass der Deutsche Fußball-Bund grundsätzlich mit ihrer Arbeit zufrieden sei. Vor dem Italien-Spiel zum Beispiel habe sie SMS-Nachrichten von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und Generalsekretär Helmut Sandrock bekommen, die ihr viel Erfolg gewünscht hätten, sagte Neid. Mit einem 1:0-Sieg über Italien hatte Deutschland den Sprung ins Halbfinale gegen EM-Gastgeber Schweden geschafft.

Neid konterte Vorwürfen, dass ihr Team sich spielerisch nicht weiterentwickelt habe. «Wir haben uns in der Vorbereitung spielerisch super präsentiert. Hier in Schweden können wir technisch sicherlich mehr zeigen. Aber mit Schnick-Schnack-Schnuck hätten wir gegen Italien nicht gewonnen. Da war es entscheidend, dass man mit Leidenschaft und Mut agiert», sagte sie. Letztendlich, so die Bundestrainerin, zähle doch vor allem der Erfolg. Man habe aber den eigenen Anspruch, nicht nur erfolgreichen, sondern auch attraktiven Fußball zu zeigen.