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Neue Dreifach-Turnhalle des Annette-Kolb-Gymnasiums feierlich eingeweiht

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Traunstein: Neue Dreifach-Turnhalle des Annette-Kolb-Gymnasiums feierlich eingeweiht
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Architekt Tobias Aiblinger (Mitte) überreichte einen symbolischen Schlüssel an stellvertretenden Landrat Sepp Konhäuser (rechts) und Schulleiter Bernd Amschler. Weitere Bilder finden Sie in unserer Galerie am Ende des Artikels. (Foto: Pültz)

Traunstein – Der Landkreis Traunstein hat am Mittwoch die neue Dreifach-Turnhalle des Annette-Kolb-Gymnasiums (AKG) eingeweiht und ihrer Bestimmung übergeben. Stellvertretender Landrat Sepp Konhäuser betonte, dass die investierten zwölf Millionen Euro »gut angelegtes Geld« seien. Schließlich habe der Landkreis nur ein Ziel: »Wir wollen das Beste für die jungen Leute.«


Schon zum Start in das neue Schuljahr hatte der Sportunterricht in der neuen Halle begonnen. Auch der Turnverein Traunstein (TVT) bezog bereits seine neue Heimstatt. Die Halle gebaut hat der Landkreis, mit im Boot gesessen ist die Stadt Traunstein, die etwa die Hälfte der Kosten übernimmt. Die Bauzeit hat ungefähr zwei Jahre betragen.

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»Bewegung ist Ausdruck von Lebensfreude«, sagte Schulleiter Bernd Amschler. Sie sei die Grundlage nicht nur für kindliches Lernen. Der Sport lege das Fundament für den Erwerb zahlreicher Kompetenzen.

Viele Jahre hatte das Gymnasium auf eine neue Sportstätte warten müssen. Und so ist die Freude nun groß. »Mit dem heutigen Tag geht ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung«, sagte Amschler. »Eine nicht unerhebliche Wegstrecke liegt hinter uns.«

Der Direktor sprach von einem »freudigen Tag« für die Schüler, die Lehrer und die Vereinssportler. In der neuen Halle finde man »optimale Bedingungen« für den Sportunterricht wie auch für die Wettkämpfe von Vereinen.

Amschler wünschte sich, dass sich in der neuen Halle »viele Stimmen« von Schülern und Vereinssportlern ergeben, die Freude an der gemeinsamen Bewegung haben.

Konhäuser bezeichnete den Bau der Turnhalle als einen »weiteren Meilenstein« für das AKG und die gesamte Bildungslandschaft in der Region. »Mit der Sporthalle kann sich der Landkreis sehen lassen«. Die Sportstätte sei vielseitig verwendbar in Schule und Verein. »Sport bedeutet Lebensfreude.«

Die Ausgaben hätten sich rentiert, so Konhäuser weiter. Denn vorrangiges Ziel des Landkreises sei nach wie vor, allen Schülern »hervorragende Chancen« zu eröffnen.

»Diese Halle ist ein Traum«, sagte Oberbürgermeister Christian Kegel. Gemeinhin werde immer gesagt, dass Kunst, Musik und Sport lediglich Nebenfächer seien, so der ausgebildete Latein- und Sportlehrer. Doch weil sie für die Herausbildung der Persönlichkeit so bedeutend seien, sind sie für ihn »mit die zentralsten Fächer«.

Drei Mitspieler seien, so der Oberbürgermeister weiter, gemeinsam auf dem Platz gestanden: An einem Strang gezogen hätten der Landkreis, der Turnverein und die Stadt Traunstein. Und der Rathauschef erläuterte die Unterstützung des Projekts im Rathaus: Die Stadt habe einen finanziellen Beitrag »in nicht unerheblicher Höhe« geleistet. Denn von der neuen Sportstätte profitieren laut Kegel nicht nur die Schule und der Verein, sondern auch die Stadt, die sie künftig für Veranstaltungen nutzen kann.

TVT-Vorsitzender Otto Baur betonte, dass sich der Turnverein über die neue Halle freue. Gleichwohl machte er aber auch kein Hehl daraus, dass der Abschied aus der bisherigen Heimstatt – aus der Franz-Eyrich- und der Kurt-Binder-Halle – schwer gefallen sei. Schließlich habe man an der früheren Wirkungsstätte etwa nicht nur Siege gefeiert und Niederlagen bedauert, auch Freundschaften fürs Leben seien dort entstanden. Dennoch sei die Entscheidung, in die neue AKG-Halle zu gehen, »absolut richtig« gewesen, so Baur weiter. »Wir haben uns zu 100 Prozent verbessert.«

»Der Turnverein kommt hierher, aber nicht mit leeren Händen«, sagte der TVT-Vorsitzende. »Wir sind wer im Sportgeschehen.« 30 Funktionäre führen laut Baur fast 1200 Sportler, 900 von ihnen treiben aktiv Sport. Und der Vorsitzende freute sich besonders, dass allein 700 von ihnen unter 18 Jahren seien.

Architekt Tobias Aiblinger sprach im Rückblick auf den Bau von einer »Herausforderung der besonderen Art«. An Zahlen zum Bauwerk nannte er unter anderem, dass die Halle 45 Meter lang und 27 Meter breit sei. Ergänzt werde die Halle von einem 28 mal 14 Meter großen Anbau, den die Ringer und Judoka des TVT nutzen. Das Werk ist vollbracht. Und so überreichte der Architekt einen symbolischen Schlüssel – und zwar an Konhäuser und Amschler. Den Segen spendeten Stadtpfarrer Georg Lindl für die katholische und Dekan Peter Bertram für die evangelische Kirche.