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Neue Fahrdienstmitarbeiter geschult – BRK bereitet sich auf Ernstfall vor

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Berchtesgadener Land: Neue Fahrdienstmitarbeiter geschult – BRK bereitet sich auf Corona-Ernstfall vor
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Die Kurse fanden zunächst online statt, das Wichtigste wurde anschließend in sehr kleinen Gruppen präsentiert. (Foto: BRK BGL)

Berchtesgadener Land – Außergewöhnliche Zeiten wie die COVID-19-Krise erfordern besondere und unkomplizierte Maßnahmen, die in der Praxis bei entsprechender Eskalationsstufe gut funktionieren, angemessen sind und sofort greifen: Der BRK-Kreisverband Berchtesgadener Land hat deshalb am Mittwoch die ersten 20 Mitarbeiter des Betreuten Fahrdienstes mit einer Hygiene-Schulung und einer praktischen Einweisung nach Vorgaben des Medizinproduktegesetzes (MPG) und des Bayerischen Rettungsdienstgesetzes (BayRDG) für den Einsatz als Fahrer von Krankentransportwagen (KTW) vorbereitet.


An der Schulung nahmen auch drei Ehrenamtliche teil; ein Helfer von der Bergwacht Bad Reichenhall und zwei Freiwillige. In einem umfangreichen E-Learning bereiteten sich die Teilnehmer ohne Infektionsgefahr von zu Hause aus auf die Schulung vor, die vor Ort bewusst in sehr kleinen Gruppen von maximal zehn Teilnehmern durchgeführt wurde.

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Diplom-Mikrobiologe Chris Steube von der Rettungswache Berchtesgaden vermittelte den Fahrern alles, was sie über Hygiene und infektiöse Keime generell, Reinigen und Desinfizieren und speziell das SARS-CoV-2-Virus wissen müssen und wie sie im Einsatz mit der Schutzausrüstung richtig umgehen. Notfallsanitäter Peter Mayer erklärte und übte mit den Fahrern, wie man den KTW und vor allem die Fahrtrage und den Tragestuhl richtig bedient.

Sowohl Kliniken als auch der Rettungsdienst brauchen jetzt rasch realisierbare Backups, die bei entsprechender Lageentwicklung in der Praxis gut funktionieren und sofort greifen. Die Fahrdienst-Fahrer haben viel Routine, kennen die Abläufe in den stationären Einrichtungen, sind nach dem MPG eingewiesen und haben viel Erfahrung in der Betreuung und im Transport von Patienten. Vor allem sind sie immer in einem Team an der Seite eines erfahrenen Rettungssanitäters.

Die Maßnahme ist bis jetzt nur präventiv für eine mögliche Eskalationsstufe, in der die generelle Einsatzfähigkeit des Rettungsdienstes im Landkreis durch entsprechend viele COVID-19-Personalausfälle gefährdet wäre. »Wir hoffen, dass es gar nicht so weit kommt, bereiten uns aber so gut wie nur möglich auf denkbare Szenarien vor«, erklärt Kreisgeschäftsführer Tobias Kurz, der vor allem die elementaren Dienste für die Daseinsvorsorge gewährleisten will: »Uns ist wichtig, dass trotz der Krise auch über viele Wochen hinweg alle möglichst gut versorgt sind.« Aktuell bewertet er mit seinem Krisenstab im Kreisverband täglich mehrmals die Lage neu, passt bestehende Prozesse laufend an und realisiert Lösungen für konkrete Probleme.

Die Krisenstäbe der BRK-Kreisverbände sind mit weiteren Stäben auf Bezirks- und Landesebene eng vernetzt, tauschen sich laufend aus und steuern so auch gezielt über einen zentralen Einkauf die bestmögliche Versorgung mit aktuell knappem Verbrauchsmaterial wie Desinfektionsmittel und Schutzausrüstung. fb