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Neue Förderperiode beginnt 2014

Seeon-Seebruck. Zwei Millionen Euro Fördergelder wurden den 16 Mitgliedsgemeinden der Leader-Aktionsgruppe »Chiemgauer-Seenplatte« im Rahmen des EU-Programmes »Leader in ELER« in der Förderperiode 2008 bis 2013 zugesagt. Dies gab der Vorsitzende Konrad Glück, der auch Bürgermeister von Seeon-Seebruck ist, beim Treffen der Mitgliedsgemeinden bekannt.

Einige der gut 30 Förderprojekte seien bereits abgeschlossen, viele befänden sich in der Umsetzung, betonte er. Damit zähle die »Chiemgauer-Seenplatte« zu den aktivsten und erfolgreichsten Leader-Aktionsgruppen in Bayern. Zustimmung fand Glück daher für die Absichtserklärung, mit dabei zu sein, wenn es um die Förderperiode 2014 bis 2020 geht.

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Dafür erste Voraussetzungen zu schaffen, war das Ziel der Versammlung. Denn für die nächste Leader-Phase kann man sich nur noch als Verein und mit einer gewissen Gebietsgröße bewerben. Diese sollte etwa einem Landkreis entsprechen. Diese Vorgabe erfüllt die »Chiemgauer-Seenplatte« bereits. Um aber sicherzugehen, habe der Vorstand der Leader-Aktionsgruppe elf an die »Chiemgauer-Seenplatte« unmittelbar angrenzende Gemeinden zu künftiger Mitwirkung eingeladen, informierte Glück. Dabei habe die Erfahrung mitgespielt, dass in der letzten Periode bei der Erweiterung die Beitrittsgemeinden viele neue Ideen, Projekte und Aktivitäten einbrachten.

Laut Glück haben die Gemeinden Aschau im Chiemgau, Breitbrunn, Gstadt und Übersee ihre Beitrittsabsicht bereits durch Gemeinderatsbeschlüsse untermauert. Die Gemeinde Grabenstätt hat ihr ernsthaftes Interesse bekundet. »Diese Gemeinden sind eine Abrundung des Leader-Gebietes rund um den Chiemsee«, betonte er.

Diese Gemeinden eröffneten sich damit neue Fördermöglichkeiten für ihren öffentlichen Wirkungsbereich, aber auch für private Projektträger. Nicht uninteressant für Gemeinden sei etwa der Umstand, dass in einem Leader-Gebiet der Fördersatz für Maßnahmen der Dorferneuerung um fünf Prozent höher liegt als außerhalb. Die Gemeinden Eiselfing, Frasdorf, Schonstett, Söchtenau, Grassau und Schnaitsee lehnten hingegen eine Mitgliedschaft ab.

Die Vertreter aller bisherigen und künftigen Leader-Gemeinden werden Anfang März zur Gründungsversammlung des neuen Trägervereins zusammenkommen. Dieser ist so konzipiert, dass er die speziellen Anforderungen für das künftige Leader-Programm erfüllt, aber auch Grundlage sein kann für weitere Initiativen.