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Neue Nutzung für das Schwesternwohnheim

Ruhpolding. Nach der Übernahme des Ruhpoldinger Krankenhauses Vinzentinum durch die Kliniken Südostbayern hatte das Schwesternwohnheim des Alten- und Pflegeheimes St. Adelheid seinen Zweck verloren, denn der verbliebene Konvent der Barmherzigen Schwestern kümmert sich nun in erster Linie um das »Betreute Wohnen am Vinzentinum« und wohnt auch dort. Für den leer stehenden Komplex hat der Orden jetzt aber ein Mieter gefunden, bestätigte der Pressesprecher des Ordens, Wolfgang Dausch.

»Die Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul freut sich, mit der Regenbogen Wohnen gGmbH einen Mieter für das frühere Schwesternwohnheim in der Brandstätter Straße gefunden zu haben, die ebenso wie die Ordensgemeinschaft soziale Zwecke verfolgt«, sagte der Pressesprecher. Die gemeinnützige Organisation sei bereits vor fünf Wochen mit einer Gruppe von 17 psychisch Kranken zwischen 40 bis 76 Jahren in das Haus eingezogen. Diese seien aber immer noch dabei, sich einzugewöhnen und fertig einzurichten, sagte Heimleiter Andreas Werner. Zwölf fest angestellte Mitarbeiter versorgen und betreuen die Bewohner.

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Die Wohngruppe existiert bereits seit 15 Jahren und hat zuvor im Brandstätter Hof in Siegsdorf gelebt. Das bisher genutzte Haus entspreche aber nicht mehr den heutigen baulichen Anforderungen, so dass man froh sei, in Ruhpolding eine neue Bleibe gefunden zu haben, so der Heimleiter weiter.

»Das Ruhpoldinger 'Haus Regenbogen' wird als offene Einrichtung geführt«, erklärte er. Hier leben psychisch kranke Menschen, die nicht mehr klinisch behandelt werden müssen, aber aufgrund ihrer Krankheit nicht, oder noch nicht in der Lage sind, einen eigenen Haushalt zu führen. Hauptaufgabe der Mitarbeiter sei es, mit den Bewohnern eine sinnvolle Tagesstruktur zu schaffen, ihnen eine Heimat zu geben und dabei lebenspraktische Fähigkeiten und eigenverantwortliches Handeln zu fördern, so der Heimleiter. hab