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Neue Schilder für den Chiemseerundweg

Chiemsee. Im Zuge des Ausbaus des Chiemseerundweges unter dem Dach des Abwasser- und Umweltverbandes Chiemsee (AZV) gibt es nun auch einheitliche Wegweiser. Die Schilder werden in den nächsten Wochen von den Bauhofmitarbeitern der Gemeinden montiert – erst einmal müssen aber die Hochwasserschäden rund um den Chiemsee beseitigt werden.

So sieht die neue Beschilderung, die der AZV-Vorsitzende Josef Mayer und die Umweltbeauftragte Marlene Berger-Stöckl präsentieren, aus. (Foto: Thümmler)

Wer bis jetzt auf dem rund 60 Kilometer langen Rundweg fährt, trifft auf unterschiedliche Hinweisschilder. Der Schilderwald werde jetzt gelichtet und vereinheitlicht, betonte Marlene Berger-Stöckl, die Umweltbeauftragte des AZV. »Künftig wird es ein Wegekonzept geben, das den Ansprüchen der verschiedenen Erholungssuchenden besser gerecht wird«, fügte sie hinzu.

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Der ursprüngliche Rundweg sei für Fußgänger sowie für Genuss- und Familienradler gedacht gewesen, die sich den Weg auch weiterhin teilen werden. »Dafür ist auch künftig viel Rücksichtnahme vonseiten der Radler notwendig«, sagte AZV-Vorsitzender Josef Mayer. Der Rundweg werde künftig mit einem gelb-grünem Pfeil ausgeschildert sein, informiert er. Auf diesem ist eine Fußgängerin beim »Walken« und ein radelndes Kind vor dem Chiemsee abgebildet.

Eine zweite Route sei für normale bis sportliche Radfahrer, fügt Mayer hinzu. Dort sollen auch Räder mit Elektromotor-Unterstützung fahren. Dieser Weg werde durch einen orangen Pfeil, auf dem ein Radfahrer zu sehen ist, gekennzeichnet. Die für den Fußgänger wichtigen Promenaden ohne Radverkehr werden erhalten oder werden dort, wo eine Wegetrennung möglich sei, schrittweise erweitert.

»Abschnitte, an denen Rad- und Fußweg jedoch gemeinsam verlaufen, wird es trotz des laufenden Ausbaues des Chiemseerundweges noch längere Zeit geben müssen«, räumte Berger-Stöckl ein.

Mayer erwähnte, dass das einheitliche Beschilderungskonzept dem »Bayerischen Standard« entspreche. Dieser werde vom Innenministerium und vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) seit 1998 empfohlen.

Das neue Beschilderungssystem sei einfach zu verstehen. An allen Gabelungspunkten für den Radfahrer werde ein Hauptwegweiser aufgestellt, der das Fernziel und den nächsten Ort sowie die Entfernung angebe, sagte Mayer. Zwischen Gabelungs- und Orientierungspunkten genügen einfache Zwischenwegweiser, die dem Radfahrer durch ein Radsymbol mit Pfeil bestätigen, dass er sich auf dem richtigen Weg befinde.

Die Kosten seien laut Mayer wesentlich günstiger ausgefallen als gedacht. Für die Beschilderung werden 27 000 Euro ausgegeben. Die Hälfte der Kosten werden über den Fördertopf der Leader-Arbeitsgemeinschaft Chiemgauer Seenplatte getragen, informierte er. Den Rest teilen sich anteilig die neun Gemeinden rund um den Chiemsee. th