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Neue Trikots, neuer Slogan: Löw und DFB-Team startklar

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Joachim Löw
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Startet mit dem DFB-Team ins WM-Jahr: Bundestrainer Joachim Löw. Foto: Christian Charisius Foto: dpa

Das Fußball-Training muss warten. Zum Start in die Länderspielwoche sind Löw, Kroos, Özil und Co. erst einmal als Schauspieler gefordert. In den Härtetests gegen Spanien und Brasilien soll dann das WM-Motto mit Leben gefüllt werden. Weltmeister Khedira legt gleich mal vor.


Düsseldorf (dpa) - Joachim Löw nahm noch entspannt einen Schluck aus dem Espresso-Becher, bevor der Mannschaftsbus vom Teamhotel Richtung Stadion startete. Der Bundestrainer kann im WM-Jahr endlich loslegen.

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Allerdings waren nach dem Treffpunkt der Fußball-Nationalmannschaft in Düsseldorf der Weltmeistercoach und die von ihm eingeladenen 26 Spieler am Dienstag erst einmal als Schauspieler und Foto-Models gefragt. Bis zum Abend standen TV-Spots und Marketingmaßnahmen für die zahlreichen DFB-Sponsoren auf dem Stundenplan.

Erst am Mittwoch kann Löw mit seinen aussichtsreichsten WM-Kandidaten auf dem Trainingsplatz die Vorbereitung auf die Härtetests am Freitag (20.45 Uhr) gegen Spanien und vier Tage darauf in Berlin gegen Brasilien starten. Die Vorfreude auf den Länderspiel-Doppelpack, der ohne den verletzten Kapitän Manuel Neuer angegangen werden muss, ist groß. »Beides sind sehr attraktive Gegner«, sagte Weltmeister Jérôme Boateng bei seiner Ankunft in Düsseldorf. »Es sind zwei unterschiedliche Mannschaften, aber beide weltklasse. Sie können auch bei der WM eine große Rolle spielen. Wir wollen sehen, wo wir stehen.«

Gegen die Spanier werden Boateng und Kollegen erstmals in den neuen grünen WM-Trikots auflaufen, in denen sie im Sommer in Russland zum erneuten Titelgewinnen stürmen wollen. Löw hat personelle Experimente bei der finalen Sichtung vor seiner Bekanntgabe des vorläufigen WM-Kaders am 15. Mai angekündigt. »Jetzt ist keine Zeit, endgültige Entscheidungen zu treffen. Man wird in den zwei Spielen dem einen oder anderen nochmal eine Möglichkeit geben und einiges testen.«

Sein Assistent Thomas Schneider sprach von einer »Standortbestimmung«, die wichtige Erkenntnisse liefern soll: »Es wird den Status quo der Mannschaft zeigen. Ich denke, dass wir Erkenntnisse gewinnen werden Richtung Trainingslager und WM-Vorbereitung, an welchen Sachen wir vermehrt arbeiten müssen.«

Der DFB geht die Mission Titelgewinn mit einem speziellen WM-Slogan an. »BEST NEVER REST« prangt in Großbuchstaben auf dem schwarzen Mannschaftsbus, »die Besten ruhen sich nie aus.« Dabei ist das »V« im »NEVER« als römische Fünf in goldener Farbe hervorgehoben und soll das von Löw vorgegebene Ziel des fünften WM-Titelgewinns in Russland unterstreichen. Der neue Schriftzug soll den Spielern verdeutlichen, dass sie täglich neu für den Erfolg arbeiten müssen. Der Slogan ist aber auch eine zentrale Erkenntnis aus dem verpassten EM-Titel 2016. Auf dem WM-Triumph 2014 habe man sich zu lange ausgeruht und sei etwas bequemer geworden, räumte Teammanager Oliver Bierhoff ein.

Die Botschaft stach auch den Spieler gleich bei der Ankunft am Rhein ins Auge. Schließlich parkte der Bus direkt vor dem Hoteleingang. »Das sollte grundsätzlich zu jedem passen, der Erfolg haben möchte«, sagte der Schalker Leon Goretzka zur neuen Team-Losung. »Gerade wenn man Erfolg hatte, neigt man vielleicht dazu, sich ein bisschen mehr darauf auszuruhen«, sagte der 23-Jährige, der die erste WM-Teilnahme anstrebt: »Da müssen wir gegensteuern und zusehen, dass wir weiter an uns arbeiten. Das ist die Grundlage, um Erfolg zu haben.«

Sami Khedira lebte das Motto als Erster vor. Der 30 Jahre alte Weltmeister, der Juventus Turin zuletzt erkrankt fehlte, absolvierte schon vor dem Eintreffen der Kollegen am windig-kalten Rhein eine Laufeinheit. Jeder einzelne Akteur muss sich 2018 neu positionieren, der Konkurrenzkampf um die WM-Plätze ist eröffnet. »Man muss sich weiter beweisen, sich in eine gute Form bringen, um dann auch dabei sein zu können«, sagte Confed-Cup-Sieger Goretzka: »Wir haben nochmal eine gute Möglichkeit zu testen und uns mit zwei der besten Fußballnationen der Welt zu messen. Darauf freuen wir uns.«

Die WM-Vorfreude hat auch die deutschen Fans erfasst. Beide Stadien sind ausverkauft, was zuletzt gerade bei Testspielen der Nationalelf selten der Fall war. »Je näher es zum Turnier geht, geht die WM auch wieder in den Köpfen der Fans los. Das ist ein gutes Zeichen«, sagte Bierhoff erfreut. Der Manager ist gespannt auf den Start ins WM-Jahr: »Die Vorfreude hat schon begonnen - und sie steigert sich langsam.«

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