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Neuer Wohnraum bei Teisendorf

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Teisendorf Wohnraum
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Foto: Symbolbild, pixabay

Teisendorf – Mit seinem einstimmigen Ja zu drei kleineren Bauvorhaben sicherte der Bau- und Umweltausschuss Teisendorf die Schaffung weiteren Wohnraums im Umland.


Einen leer stehenden Stall möchte ein Bauwerber aus Warisloh zum Einbau einer Wohnung nutzen. Das Vorhaben befindet sich im Außenbereich; im Flächennutzungsplan ist das Grundstück als landwirtschaftliche Fläche dargestellt. Da die Aufgabe der Landwirtschaft schon länger als sieben Jahre zurückliegt, kann der Umbau nicht als Nutzungsänderung ermöglicht werden, wie Bauamtsleiter Theo Steinbacher erklärte. So könne der Einbau der Wohnung h nur als »sonstiges Vorhaben« genehmigt werden. Ausführung und Nutzung der Wohnung beeinträchtigten keine öffentlichen Belange, die Erschließung sei gesichert.

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Steinbacher erläuterte, durch das Ja erhalte das Landratsamt ein Signal, dass die Gemeinde will, dass solche Gebäude erhalten bleiben und nicht verfallen. Bürgermeister Thomas Gasser äußerte die Hoffnung, dass solche Fälle künftig leichter zu lösen sind. Peter Schuhbeck (FWG) betonte, der »Notanker« im Baugesetzbuch sei dafür da, dass man ihn in Anspruch nehme. »Wir wollen flächensparend bauen«, stellte er klar. Dass das leere Gebäude genutzt gehört, bekräftigte er ebenso wie Markus Putzhammer (CSU).

Auch in einem weiteren Fall im Außenbereich in Pank befürwortete der Ausschuss neuen Wohnraum: Hier soll ein Wohnhaus abgebrochen und ein Neubau errichtet werden. Das ist laut Baugesetzbuch möglich, wenn das vorhandene Gebäude legal errichtet wurde, Missstände oder Mängel aufweist, seit längerer Zeit vom Eigentümer selbst genutzt wird und realistisch anzunehmen ist, dass das neue Gebäude für den Eigenbedarf des bisherigen Eigentümers oder seiner Familie dient. Alle diese Vorgaben können laut Steinbacher eingehalten werden. Das Vorhaben sei somit zulässig.

Beim dritten gebilligten Antrag soll in Ufering eine landwirtschaftliche Maschinenhalle mit Garage in private Wohnräume mit Garage umgenutzt werden. Dieses Vorhaben befindet sich innerhalb der im Zusammenhang erbauten Ortsteile, in einem im Flächennutzungsplan als Dorfgebiet dargestellten Areal. Auch dieses Vorhaben ist baurechtlich zulässig, da es sich in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt, die Erschließung gesichert ist, die Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse gewahrt bleiben und das Ortsbild nicht beeinträchtigt wird.

Vorbehaltlich der Vorlage einer Abstandsflächen-Übernahmeerklärung des Grundstücksnachbarn wurde auch die Errichtung eines Carports an einem Wohnhaus in Oberstetten befürwortet. Andernfalls wird der Antrag ohne gemeindliches Einvernehmen ans Landratsamt weitergeleitet.

Ein Thema in der abschließenden Fragerunde war die Tempo-30-Beschränkung in Mehring. Markus Putzhammer (CSU) berichtete, er sei von besorgten Müttern angerufen worden, weil zu schnell gefahren werde. Dazu trage auch das Gefälle am Ortseingang bei. Auch halte sich keiner an die Rechts-vor-Links-Regelung – nicht einmal der Busfahrer. Putzhammer schlug vor, einen Schriftzug »30« auf die Straße zu spritzen und eine Zusatztafel »Ab hier gilt rechts vor links« anzubringen. Bauamtsleiter Theo Steinbacher regte an, den Ort in der nächsten Verkehrsschau zu besichtigen. Bis dahin könne man das Geschwindigkeits-Anzeigegerät aufstellen. vm