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Neues Fahrzeug der Tafel geweiht

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Die beiden Traunreuter Pfarrer Thomas Tauchert (links) und Stefan Hradetzky gaben dem neuen Kühlfahrzeug den kirchlichen Segen. (Foto: P. Mix)

Traunreut – Die Traunreuter Tafel kann sich über ein nagelneues Kühlfahrzeug freuen, das an sechs Tagen pro Woche unterwegs ist, um Lebensmittel einzusammeln. Die Kosten für das Fahrzeug konnten rein durch Spenden abgedeckt werden.


Schon seit mehreren Jahren sei klar gewesen, dass das bisherige Kühlfahrzeug aus dem Jahr 2008 ersetzt werden muss, erläuterte Rosl Hübner, Leiterin der Tafel, anlässlich der Weihe des neuen Fahrzeugs. Lange Zeit habe sie allerdings nicht gewusst, wie die Kosten für das gut 35 000 Euro teure Fahrzeug gestemmt werden sollen. Auf einen »Bettelbrief« hin, wäre jedoch rasch klar gewesen, dass genug Geld zusammenkommen kann.

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Die großzügigen Spender sind die Johannes Heidenhain-Stiftung GmbH, die Kreissparkasse Traunstein-Trostberg, das P-Seminar des JHG Traunreut, die Pfarrgemeinde »Zum Heiligsten Erlöser« Traunreut und die VR Raiffeisenbank. Einen Zuschuss gab es auch über den Bundesverband der Deutschen Tafeln aus der Lidl-Pfandstiftung. Rosl Hübner dankte allen Spendern für die großartige Unterstützung: »Ich hätte nie gedacht, dass wir so viele Spenden bekommen«.

Der evangelische Pfarrer Stefan Hradetzky und der katholische Pfarrer Thomas Tauchert gaben dem neuen Fahrzeug den kirchlichen Segen und wünschten allzeit unfallfreie Fahrt. Beide betonten, dass es »unsere gemeinsame Verantwortung als Christen ist, für die Menschen in der Stadt da zu sein«.

Das bisherige Kühlfahrzeug der Tafel wurde bereits im Oktober 2008 gekauft. Jährlich wurden damit rund 20 000 Kilometer zurückgelegt. Es hat inzwischen 230 000 Kilometer auf dem Tacho. Die Fahrer der Traunreuter Tafel sind damit an sechs Tagen in der Woche unterwegs, um bei Supermärkten, Bäckern und Discountern im Umkreis von etwa 60 Kilometern Lebensmittel abzuholen und nach Traunreut zu bringen. Dort erfolgt jeden Montag, Mittwoch und Freitag die Ausgabe an derzeit rund 400 bedürftige Menschen aus der Stadt. Bezieher sind vor allem Familien mit Kindern, Alleinerziehende, Rentner, Asylbewerber und europäische Einwanderer.

45 ehrenamtliche Helfer stehen der Tafel zur Verfügung und sorgen für einen reibungslosen Ablauf. Weitere Helfer werden immer gesucht, die sich mit einbringen und das Team unterstützen wollen. mix