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Neues Gesicht hinter dem »Elternfrühstück«

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Die Heilpädagogin Monika Bodinger leitet nun das Elternfrühstück. (Foto: Mergenthal)

Bischofswiesen/BGL – Monika Bodinger ist das »neue Gesicht« hinter einem beliebten Angebot des Katholischen Bildungswerks Berchtesgadener Land, dem »Elternfrühstück« an Kindergärten. Die 40-jährige dreifache Mutter aus Dachau lebt seit 2012 in Bischofswiesen und trat die Nachfolge von Eva Dinter an.


»Ich war vorher schon als Mama dabei und fand das so toll«, schwärmt Monika Bodinger. Die Erzieherin und Heilpädagogin sammelte in ihrer Berufstätigkeit an verschiedenen Stellen bereits viel Erfahrung in der Arbeit mit Kindern, auch mit Kindern, die eine Behinderung oder Verhaltensauffälligkeiten haben. In der eigenen alltäglichen Familienerfahrung lernte sie durch ihre beiden Buben im Alter von fünf und drei Jahren und durch ihre Jüngste, die drei Monate alte Veronika.

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So musste Monika Bodinger nicht lange nachdenken, als Beatrice Metzenleitner, Koordinatorin des Eltern-Kind-Programms (EKP) beim Kreisbildungswerk, sie fragte, ob sie das Elternfrühstück übernehmen würde. Sie war damals bereits EKP-Leiterin. »Ich wusste aber noch nicht, dass ich schwanger bin, als ich gefragt wurde«, erzählt Bodinger. Dennoch wagte sie ab Sommer die Leitung dieses Vormittags-Angebots an sechs verschiedenen Kindergärten im Berchtesgadener Talkessel.

Als Tochter Veronika auf der Welt war, nahm sie das Baby einfach mit. Die kleine Veronika genoss es, die Mama zu begleiten, war ruhig und, wie Kreisbildungswerks-Vorsitzender Peter Wörnle scherzhaft bemerkte, ausgesprochen »bildungsaffin«. Bereits drei Mal durfte sie daher beim Elternfrühstück dabei sein und übernahm damit, ohne es zu wissen, eine wichtige Rolle: Sie nahm anderen Eltern, die auch überlegten, ob sie kleinere Geschwister, die noch keine Betreuungseinrichtungen besuchen, mitnehmen sollen, die Hemmung.

An Abendveranstaltungen teilzunehmen, sei für Eltern von Kleinkindern schwierig, erklärt Monika Bodinger. Oft lasse sich kein Babysitter finden. Beim Elternfrühstück hingegen bringen die Eltern ihre Kindergartenkinder einfach in die Gruppe und könnten sich in einem anderen Raum im Kindergarten mit anderen Mamis und Papis austauschen – bei Butterbrezen, Kaffee und Tee. Dazu könnten sie durch interessante Themen mit verschiedenen Referenten Impulse mit nach Hause nehmen. Bodinger ist überzeugt: »Es ist einfach ein gutes Format. Man kommt auch schnell ins Gespräch.« Eine Anmeldung sei nicht nötig, und spontan dürften auch Eltern aus anderen Kindergärten zu den Terminen kommen.

Die nächsten Frühstückstermine sind am Montag, 3. Juni, im Kindergarten Schönau am Königssee zum Thema »Einfühlsame Kommunikation zwischen Eltern und Kind« mit Maria Hechenberger, Trainerin für gewaltfreie Kommunikation, sowie am Dienstag, 4. Juni, im Haus der Kinder in Winkl zum Thema »Wurzeln und Flügel« mit Evi Hajek, Elternbegleiterin und Kräuterpädagogin. Die Vormittage dauern jeweils von 8.30 bis 10 Uhr. Im Kindergarten Ramsau geht es am Donnerstag, 27. Juni, von 8.45 bis 10.15 Uhr um »Auszeit im Alltag – Inseln der Ruhe im täglichen Familien-Wahnsinn«. Zu Gast ist Susanne Kienast, Mitarbeiterin in der Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle Freilassing, Achtsamkeitslehrerin und Mutter von vier Kindern. Alle Termine werden unter www.bildungswerk-bgl.de bekannt gegeben. Veronika Mergenthal