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Neues Grassauer Feuerwehrfahrzeug geweiht

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Feuerwehrvorsitzender Michael Zillner (von links) und Kommandant Alfred Mayer erhielten von Bürgermeister Rudi Jantke den Fahrzeugschlüssel überreicht. (Foto: T. Eder)

Grassau – Seit Dezember ist das neue Feuerwehreinsatzfahrzeug LF 20 bereits im Einsatz. Nun wurde es offiziell in Dienst gestellt und gesegnet. An der Feier beteiligten sich neben den Feuerwehren des Achentals auch die Bergener Wehr sowie eine Abordnung der Tschermser Feuerwehr aus Südtirol.


Es sei ein Irrglaube, die Einsatzfahrzeuge seien für die Feuerwehrler da, betonte der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Michael Zillner. Denn die Fahrzeuge seien für die Bürger da, wie auch die Feuerwehrler, die 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahre Sicherheit böten, mit ihrer Ausrüstung und Ausbildung Not linderten und versuchen, den Schaden so gering wie möglich zu halten. Großes Lob zollte Zillner dem Gartenbauverein, der das Fahrzeug mit Blumenschmuck festlich ausstaffierte.

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»Die Feuerwehren sind wesentliche Garanten für ein sicheres Lebensgefühl und tragen maßgeblich zu unserer hohen Lebensqualität bei«, betonte Bürgermeister Rudi Jantke, der feierlich den Fahrzeugschlüssel an Kommandant Alfred Mayer überreichte. Die Aktiven verdienten den Respekt von allen, fügte er an. Er sei stolz auf die Einsatzkräfte mit ihrer Bereitschaft, dem Nächsten in der Not beizustehen, viele Stunden an Freizeit für Ausbildung und Fortbildung zu opfern.

Ihn freue es auch, dass die Ortsfeuerwehren Grassau und Rottau mit ihren Kommandanten Alfred Mayer und Karl Huber gut zusammenarbeiten und in beiden Jugendfeuerwehren sehr interessierte und engagierte Nachwuchskräfte ausgebildet würden. Er betonte aber auch, dass zur Erfüllung der Aufgaben die bestmögliche Ausstattung nötig sei, für die die Gemeinde im Rahmen ihrer Leistungsfähigkeit zuständig sei. Er lobte zudem, wie die Feuerwehren ihr Material, Fahrzeuge und Gerätehäuser pflegten. Trotz bester Behandlung sei aber die Lebensdauer eines Fahrzeugs begrenzt, sei es wegen zunehmender Reparaturen oder neuer Normen.

So verhalte es sich auch mit dem LF 8/6, das 1992 angeschafft wurde. »Nach 25 Jahren war der Zeitpunkt erreicht, eine Neuanschaffung zu planen«, sagte er. Dem Marktgemeinderat wurde die Anschaffung eines LF 20/16 empfohlen, im November 2016 wurde der einstimmige Beschluss zum Kauf gefasst.

Im Januar 2017 habe der Rat auf Vorschlag der Feuerwehr Grassau ebenfalls beschlossen, das nicht mehr benötigte Fahrzeug an die Hilfsorganisation »Junge Leute helfen« zu spenden. Diese wird das Fahrzeug an die Gemeinde Fush Arrez in Nordalbanien weitergeben. Dort, so Jantke, träten häufig Waldbrände auf.

Zum neuen Fahrzeug informierte Jantke, dass das Fahrgestell (MAN) 93 400 Euro, der Aufbau 262 100 Euro (Firma Rosenbauer) und die Zusatzausrüstung (Firma BAS) 36 500 Euro kosteten. Für die Ausschreibung mussten 6600 Euro bezahlt werden – insgesamt also 398 600 Euro. Dazu zahle die Regierung von Oberbayern einen Zuschuss von 100 000 Euro. In dem 290 PS starken und 16 Tonnen schweren Fahrzeug sind neun Sitzplätze sowie ein 2500 Liter fassender Löschwassertank und eine Anlage für 200 Liter Löschschaum verbaut.

Auch Kreisbrandmeister Thomas Mayr gratulierte und meinte, der Dank gelte vor allem den aktiven Einsatzkräften. Er überreichte die Schutzplakette des heiligen Florians, des Schutzpatrons der Feuerwehren. Kameradschaft und Freundschaft der Feuerwehrler, auch grenzübergreifend bis nach Tscherms, hob Kommandant Martin Klotz aus Tscherms hervor. Mit einem Bollerwagen voller Spezialitäten, darunter eine riesen Flasche Südtiroler Wein, soll die gute Kameradschaft gefördert werden. Schließlich dankte Kommandant Alfred Mayer der Gemeinde. Das Fahrzeug sei sehr unspektakulär und schnell beschafft worden.

Mit Gebeten und nach einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche mit musikalischer Begleitung der Marktkapelle, einem festlichen Zug zum Fahrzeug segnete Pfarrer Andreas Horn das neue Einsatzfahrzeug. Gebetet wurde auch für eine unfallfreie und ohne Schaden von den Einsätzen wiederkehrende Mannschaft. Im Anschluss bot sich allen Interessierten die Möglichkeit, das Fahrzeug zu inspizieren. tb