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Der »Kulturstadl und Vereinsheim der Sulzberger Trachtler« im Kurpark Hammer wurde jetzt offiziell eingeweiht und dort im Anschluss beim Dorffest gleich gefeiert . (Foto: Krammer)

Neues Schmuckstück für die Dorfgemeinschaft – Vereinsheim und Kulturstadl im Kurpark Hammer nun offiziell in Betrieb

Siegsdorf – Nach mehren Jahren der Planung, Ideenumsetzung, der bürokratischen Fördermittelbeschaffung und Bauzeit mit unzähligen ehrenamtlichen Stunden der Hammerer Bürger wurde nun der neue »Kulturstadl und Vereinsheim der Sulzberger Trachtler« im Kurpark Hammer offiziell seiner Bestimmung übergeben. Im Rahmen einer kleinen aber feinen Übergabefeier segnete Bruder Franz aus Maria Eck das Gebäude, das Umfeld und »die Menschen die hier gemeinsam eine Meisterleistung vollbracht haben und künftig darin Dorfgemeinschaft und Brauchtum aufrecht erhalten wollen«.


Umrahmt von edlen Flügelhorn-Weisen der Brüder Kilian und Sebastian Dufter und von feinen Jodlern und Liedern des »Abstreiter Dreigesang« ging Bruder Franz auf die Begriffe »Heim« und »Kultur« ein und erinnerte an den historischen Platz, der über Jahrhunderte mit Solespeichern bebaut war. Das Wort Jesu: »Ihr seid das Salz der Erde und das Licht des Lebens« sei auch gut auf die Entstehung dieses Bauwerkes anzuwenden, meinte der Geistliche mit Verweis auf die große Gemeinschaftsleistung des kleinen Ortes.

Bürgermeister Thomas Kamm als offizieller Bauherr des Projekts ging kurz auf die Entstehung des Kulturstadls ein, der aus einer Idee von Gemeinderat und Trachtenvorstand Klaus Gimpl geboren, und angereichert mit vielen weiteren Ideen und umsetzbarer Planung schließlich vom damaligen Gemeinderat genehmigt wurde. Ausschlaggebend war dabei nicht nur die Möglichkeit, das Projekt mit 130.000 Euro Leader-Fördermitteln der EU mit zu finanzieren, sondern auch die von den Trachtlern angebotenen Eigenleistung, die nun fast doppelt so hoch geworden ist wie angeboten. Fast 2000 Stunden ehrenamtliche Arbeit haben die Hammerer in ihr neues Heim investiert, das nicht nur als Probenraum der Sulzberger Trachtler mit Schränken für die Trachten- und die Vinzenzivereins-Fahne, sondern auch als Versammlungsraum für alle Hammerer Vereine und Organisationen zur Verfügung steht.

»Ein Bauwerk in dieser exzellenten Ausführung wäre ohne eure kreativen Eigenleistungen mit dem richtigen Gespür für das historische Erbe nie zu finanzieren gewesen«, lobte Kamm die Arbeiten und hob unter den vielen harmonisch zusammenarbeitenden Firmen besonders Zimmerermeister Franz Kloiber hervor, der mit seinen kreativen Ideen, seiner Werkstatt und seiner Ausrüstung viele Monate die Grundlage für die Gemeinschaftsleistung geschaffen hatte. Er lobte aber auch die beiden Architekten Franziska Demel und Sylvester Dufter für die Umsetzung und die Geduld bei der Zusammensetzung der Förderunterlagen und LAG-Manager Kolja Zimmermann, der die bürokratische Umsetzung der LEADER-Mittel engagiert und akribisch mit begleitet hatte. »Ein herzlicher Dank gilt dem GTEV 'D' Sulzberger' Hammer und allen freiwilligen Helferinnen und Helfern, die sich in der Freizeit für 'ihren Kulturstadl' eingebracht und damit ihre Dorfgemeinschaft weiter zusammengeschweißt haben«, schloss Kamm seinen Dank und hob dabei besonders den Ideengeber Klaus Gimpl und den ehrenamtlichen Bauleiter Erwin Kurz jun. hervor. Dem schloss sich Sylvester Dufter als Sprecher der beiden Architekten an. Er hob die akribische Arbeit seiner Kollegin Franziska Demel besonders bei den notwendigen Akustikmaßnahmen hervor und freute sich über die guten Ideen und den Zusammenhalt der freiwilligen Helferinnen und Helfer.

»Es ist schön der Bauleiter einer solch engagierten und kreativen Mannschaft sein zu dürfen« freute sich Kurz über die großartige Gemeinschaftsleistung und gab einen Einblick in die Baumaßnahme, vom Abriss des alten Pavillons im August 2020 bis zur Fertigstellung wenige Tage vor der Einweihung. »Das fertige Werk spricht und wirbt für sich und lobt alle, die es gebaut haben« meinte Klaus Gimpl, der als Gemeinderat und Trachtenvorstand während der Bauzeit stets in vorderster Front stand. Er ließ die letzten Jahre kurz Revue passieren und hoffte: »Möge dieses Vereinsheim für alle Hammerer eine neue Heimat sein.« Dem schloss sich LAG-Manager Kolja Zimmermann an, der sich sicher war: »Diese großartige Gemeinschaftswerk war jede Minute Bürokratiebewältigung und Arbeit wert«.

Der Vorstand des Gauverbands I, Miche Hauser, hatte den Hammerer Trachtlern zur Eröffnung ihres Vereinsheimes symbolisch »Brot und Salz für ein gesellschaftliches Dahoam in der neuen lebendigen Heimat« mitgebracht. Dem schloss sich der Patenverein Heutau mit einem Brotzeitkorb an, bevor der neue Hammerer Trachtenvorstand Klaus Abstreiter den beiden »Hauptakteuren« Klaus Gimpl und Erwin Kurz mit einem Geschenk »den Dank des ganzen Vereins« übermittelte. Bei Kaffee und Kuchen der Hammerer Frauen wurde dann die Eröffnung gefeiert und das Bauwerk besichtigt, bevor am späten Nachmittag der Platz vor dem Kulturstadl beim »Hammerer Dorffest« mit der Blaskapelle Neukirchen und der »Viaschupf-Tanzlmusi« seine Feuertaufe bestand.

FK