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NHL-Profis kehren 2022 zu Olympia zurück

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Leon Draisaitl
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Leon Draisaitl von den Edmonton Oilers gehört zu den besten Spielern der NHL. Foto: Mark Humphrey/AP/dpa Foto: dpa

Bei den Olympischen Winterspielen 2022 dürfte das Eishockey-Turnier zu den Höhepunkten zählen. Anders als 2018 werden in Peking wieder Akteure aus der stärksten Liga der Welt dabei sein. Der deutsche NHL-Star Leon Draisaitl reagiert begeistert auf die Nachricht.


New York (dpa) - Die stärkste Eishockey-Liga der Welt lässt ihre Profis wieder zu den Olympischen Winterspielen.

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Wie die nordamerikanische NHL mitteilte, will sie nach dem Fehlen ihrer Akteure 2018 die Teilnahme an den nächsten Spielen in Peking und 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo ermöglichen. Dies müsse allerdings noch endgültig mit dem Internationalen Olympischen Komitee und dem Eishockey-Weltverband ausgehandelt werden.

Dessen Präsident René Fasel sagte der Nachrichtenagentur AP, er sehe nichts, was dem entgegenstehe. »Es gibt viele Herausforderungen, aber prinzipiell ist das für mich und besonders das internationale Eishockey eine gute Nachricht«, sagte der Schweizer.

Der Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes, Franz Reindl, sagte in einer DEB-Mitteilung, die Entscheidung sei zwar noch nicht der endgültige Durchbruch, aber ein absolut positives Signal und eine wichtige Voraussetzung. »Man muss die finalen Gespräche abwarten, es kommen schon noch hohe Hürden, aber ich denke, dass alle einen Weg finden wollen. Jetzt geht es in den Gesprächen um dringliche Themen wie die Versicherungen, Anreise und Unterbringung«, erklärte Reindl.

Der deutsche NHL-Topscorer Leon Draisaitl von den Edmonton Oilers reagierte erfreut. »Bei den Olympischen Spielen für Deutschland zu spielen, wäre das Größte für mich! Es ist der Traum eines jeden Sportlers, das einmal miterleben zu dürfen«, sagte der 24 Jahre alte Stürmer nach DEB-Angaben.

Vor zweieinhalb Jahren waren im südkoreanischen Pyeongchang keine Akteure von den Clubs aus Kanada und den USA dabei, nachdem sie seit 1998 zuvor an allen Winterspielen teilnehmen konnten. Die NHL unterbrach für die Spiele in Südkorea, wo das deutsche Team ohne Draisaitl sensationell Silber holte, jedoch nicht ihre Vorrunde. Darauf hatten viele Akteure aus Europa enttäuscht reagiert.

Liga und Spielergewerkschaft einigten sich nun bei der vierjährigen Verlängerung ihres Gehaltsabkommens darauf, dass NHL-Profis wieder für eine Olympia-Teilnahme zur Verfügung stehen dürfen.

Bundestrainer Toni Söderholm betonte: »Sportlich wäre es ganz klar das beste Turnier seit Jahren, Eishockey auf dem absolut höchstmöglichen Niveau. Es wäre einfach großartig für alle Beteiligten.«

Die NHL soll am 1. August mit fünf Spielen ihren Betrieb wieder aufnehmen. Der Liga-Vorstand und die Mehrheit der Profis billigten einen am Montag von Liga und Spielergewerkschaft verabschiedeten Plan. Die Saison war am 12. März wegen der Coronavirus-Pandemie noch vor dem Ende der Hauptrunde unterbrochen worden.

Wie Liga und Gewerkschaft mitteilten, sollen der deutsche Liga-Topscorer Leon Draisaitl und die Edmonton Oilers beim Re-Start auf heimischem Eis gegen Ex-Meister Chicago Blackhawks antreten, außerdem ist an gleicher Stelle die Partie zwischen Calgary und Winnipeg geplant. In Toronto sollen am gleichen Tag drei Begegnungen stattfinden, Zuschauer sind nicht zugelassen.

Wegen der zahlreichen Infektionen mit dem Coronavirus in den USA sollen die Teams in die beiden Spielorte in Kanada reisen. Zunächst gibt es eine Qualifikationsrunde, dann folgen Playoffs mit 24 Teams. Der Stanley Cup an den Meister soll Ende September oder Anfang Oktober in Edmonton vergeben werden. Ab diesem Montag öffnen die Trainingslager. Spieler, die in dieser Saison nicht mehr spielen wollen, sollen nicht bestraft werden.

Liga und Gewerkschaft einigten sich außerdem auf eine vierjährige Verlängerung des derzeitigen Gehaltsabkommens, wie sie in ihrer gemeinsamen Erklärung mitteilten.

© dpa-infocom, dpa:200711-99-752914/4

Mitteilung auf NHL-Homepage

DEB-Mitteilung