Nikolaus Binder steht weitere fünf Jahre an der Spitze

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Den IHK-Regionalausschuss Traunstein führen (von links) Thomas Eberl, Nikolaus Binder und Anna Marx. Binder ist Vorsitzender, Eberl und Marx sind Stellvertreter.

Nikolaus Binder bleibt auch in den nächsten fünf Jahren an der Spitze des Regionalausschusses Traunstein der Industrie- und Handelskammer (IHK) für München und Oberbayern. In der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Gremiums haben ihn die Mitglieder den Geschäftsführer der Firma Kreiller in Traunstein zum Vorsitzenden gewählt. Der Regionalausschuss vertritt die Interessen der Wirtschaft im Landkreis Traunstein.


Alle fünf Jahre dürfen die Unternehmer in der Region wählen. Im April und im Mai waren sie wieder aufgefordert, ihre Stimmen abzugeben. Neu zu bestimmen hatten sie nicht nur, wer künftig in der Vollversammlung der IHK für München und Oberbayern sitzt, sondern vor allem auch, wie sich der Regionalausschuss Traunstein – einer von insgesamt 20 Gremien für einzelne Landstriche – zusammensetzt.

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Die Wahl brachte einige Veränderungen im Gremium. 17 Mitglieder umfasst der IHK-Regionalausschuss Traunstein. Neun bisherige Mitglieder, die erneut kandidiert hatten, erhielten wieder Sitz und Stimme, acht Kandidaten zogen erstmals in den neu gewählten Ausschuss ein.

Die neu- und wiedergewählten Mitglieder des IHK-Regionalausschusses Traunstein trafen sich am Montag im Landratsamt zur konstituierenden Sitzung. Die Unternehmer bestätigten den bisherigen Vorsitzenden Nikolaus Binder im Amt. Der 62-Jährige engagiert sich seit dem Jahr 1996 ehrenamtlich in der Interessensvertretung der Wirtschaft auf Landkreisebene. In der Sitzung im Landratsamt wählten die Ausschussmitglieder zudem Anna Marx, die Geschäftsführerin der Marx Reisen Alfons Marx KG in Fridolfing, und Thomas Eberl, den Geschäftsführer der in Nußdorf ansässigen Eberl Verwaltungs-GmbH sowie Eberl Internationale Spedition GmbH & Co. KG, zu den stellvertretenden Vorsitzenden.

»Die derzeitige Wirtschaftslage stellt sich ambivalent dar«, meinte Binder gegenüber dem Traunsteiner Tagblatt. Der alte und neue Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Traunstein meinte weiter: »Vielen Wirtschaftsbetrieben, die nicht gerade dem stationären Einzelhandel, der Gastronomie und Hotellerie, dem Tourismus oder der Eventwirtschaft angehören, geht es nach wie vor oder auch nach einer kleinen Delle überwiegend gut.« Den durch Corona geschädigten Betrieben eröffne sich jetzt »ein Lichtschein am Horizont«. Binder: »Es wird stark und freudig begrüßt, endlich wieder wirtschaftend tätig werden zu dürfen. Daran knüpfen sich natürlich auch Hoffnungen. Die Stimmung ist durchaus positiv.«

Die Pandemie hat die Arbeit im Regionalausschuss Traunstein in der letzten Zeit bestimmt – und sie wird auch weiter im Fokus stehen. Als Projekte, die sich jetzt nach der Wahl anbieten, nannte der alte und neue Vorsitzende die Aufar-beitung der Corona-Folgen. »Hier gilt es, dem Tourismus mit all seinen Ausprägungen Rechnung zu tragen«, sagte Binder. Und weiter meinte er zu den Vorhaben, die jetzt im Brennpunkt stehen: »Natürlich wird sich der Ausschuss mit nachhaltiger Wirtschaft, Infrastrukturausbau (Breitband, Straßenbau et cetera) und Hemmung der Bürokratisierung beschäftigen.«

Die IHK für München und Oberbayern ist die größte Industrie- und Handelskammer Deutschlands. Als gesetzliche Vertretung der gewerblichen Wirtschaft obliegt der IHK für München und Oberbayern die Aufgabe, das Gesamtinte-resse der Gewerbetreibenden wahrzunehmen, für die Förderung der gewerblichen Wirtschaft zu wirken und vom Staat übertragene, öffentliche Aufgaben zu erfüllen. Die 20 Regionalausschüsse nehmen die wirtschaftlichen Interessen ihrer jeweiligen Region wahr.

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