Ein älteres Paar sitzt auf einer Bank
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Gelassen in die Zukunft blicken: Wer sich frühzeitig Gedanken um seine Altersvorsorge macht, kann unter Umständen viel Geld sparen. Foto: dpa

Noch 2022 Rentenabschläge ausgleichen

Berlin (dpa/tmn) - Wer früher als vorgesehen in Rente gehen möchte, tut unter Umständen gut daran, die dadurch entstehenden Abzüge durch Sonderzahlungen auszugleichen. Diese sind 2022 noch deutlich preiswerter.


Das reguläre Rentenalter steigt derzeit schrittweise von 65 auf 67 Jahre. Wer früher in Rente gehen möchte, muss häufig Abschläge in Kauf nehmen - es sei denn, Betroffene gleichen die Abzüge durch Sonderzahlungen aus. Wer sich bis Jahresende für so eine Sonderzahlung entscheidet, kann noch von günstigeren Konditionen profitieren, teilt die Deutsche Rentenversicherung Bund in Berlin mit.

Wer hat die Möglichkeit, durch Sonderzahlungen Abschläge auszugleichen? Alle, die mindestens 50 Jahre alt sind und zum geplanten Renteneintritt mindestens 35 Versicherungsjahre in der Rentenversicherung vorweisen können - Kinderbetreuungszeiten und Schulzeiten eingeschlossen.

Auf Antrag berechnet der zuständige Rentenversicherungsträger, wie hoch die individuellen Abzüge bei einem früheren Renteneintritt wären und wie viel Geld man aufwenden müsste, um die Abzüge auszugleichen.

Dabei gilt: In diesem Jahr sind die Rentenpunkte noch deutlich günstiger zu haben. Im kommenden Jahr steigt der Preis für einen Rentenpunkt um rund elf Prozent, die Sonderzahlung verteuert sich entsprechend.

Sonderzahlungen können in mehreren Raten beglichen werden

Wer über eine Sonderzahlung nachdenkt, sollte sich daher noch in diesem Jahr mit der Rentenversicherung in Verbindung setzen und einen entsprechenden Antrag stellen. Bei einer Zahlung innerhalb von drei Monaten nach Erteilung der Auskunft gelten dann weiter die bei Antragstellung günstigeren Konditionen. Der Antrag und auch die erteilte Auskunft verpflichten nicht automatisch zur Zahlung.

Sonderzahlungen können in Form einer Einmalzahlung oder auch als Teilzahlungen überwiesen werden, heißt es von der Deutschen Rentenversicherung. Pro Jahr seien mehrere Zahlungen zulässig. Eine regelmäßige Ratenzahlung ist aber grundsätzlich nicht vorgesehen.

Sonderzahlungen verpflichten nicht zum früheren Renteneintritt

Wer Sonderzahlungen zum Ausgleich von Rentenabschlägen geleistet hat, ist nicht verpflichtet, tatsächlich eine vorgezogene Altersrente in Anspruch zu nehmen. Bei einem späteren Rentenbeginn erhöhen die geleisteten Zahlungen einfach die monatliche Rente. Eine Erstattung der Sonderzahlungen ist nicht möglich.

Weitere Informationen zu Sonderzahlungen zum Ausgleich von Rentenabschlägen stellt die Rentenversicherung in einem Fragen-Antworten-Katalog auf ihrer Internetseite zur Verfügung. Für Auskünfte kann man sich zudem an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rentenversicherung am kostenlosen Servicetelefon unter der Nummer 0800 1000 4800 wenden.

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