Diskussion um Wanderparkplätze: Noch diese Sommersaison abwarten

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Eine neue Parkfläche mit 15 Stellplätzen hilft am Wanderparkplatz zum Taubensee in Hinterwössen der Parksituation an den Wanderparkplätzen Herr zu werden. (Foto: Flug)

Unterwössen – Auf eine Nachfrage aus den eigenen Reihen kam das Thema des Parkverhaltens an den Wanderparkplätzen noch einmal während der Gemeinderatssitzung im Alten Bad zur Sprache. Verändertes Verhalten der Gäste in der Corona-Pandemie verschärft die Situation um die Wanderparkplätze.


Bürgermeister Entfellner (CSU) informierte: Der Wanderparkplatz zum Hochgern am Hochgernweg wurde um 15 bis 20 Stellplätze erweitert. Das Parkverhalten verbessert sich. Der Hinterwössner Wanderparkplatz Richtung Taubensee wurde um weitere 15 Stellplätze vergrößert. Eine Leitbeschilderung informiert über optimale Parkraumnutzung und regt zu besserem Parkverhalten an. Entfellner dankte Gemeinderat Detlef Bähring. Dieser hat bei Google Maps die heimischen Parkplätze eingetragen, um Tagesgäste dorthin zu lenken und Wildparker zu vermeiden.

Zudem kamen die Bürgermeister im Achental überein, so Entfellner, diesen Sommer abzuwarten. Auf der Grundlage der so gewonnen Erfahrungen planen sie, den Herausforderungen zu begegnen. Da hakte Gabi Neubert (Bündnis 90/die Grünen) ein. »Immer abzuwarten, die Herausforderungen nicht anzugehen, kann keine Lösung sein.« Sie rief auf, jetzt Maßnahmen zu versuchen, Erfahrungen zu machen. Gemeinsam riefen die drei Gemeinderäte der Grünen nachdrücklich auf, auf ein Angebot von Parkster, einem digitalen Parkgebühren-System via App, einzugehen. Parker auf gebührenpflichtigen Parkplätzen regeln ihre Parkzeiten per Smartphone und begleichen Parkgebühren per monatlicher Abbuchung. »Reit im Winkl habe mit dem System gute Erfahrungen gemacht«, so die Grünenvertreter. »Traunstein ist neu dabei.« »Wir werden in Zukunft mehr Feriengäste haben und wir müssen jetzt beginnen, Erfahrungen zu sammeln«, so Neubert.

Entfellner sah eine grundsätzliche Schwierigkeit. »In Schweden zahlen 90 Prozent der Menschen mit dem Handy, bei uns zehn Prozent.« Und weiter: »Wir müssen uns klar werden, was wir in dieser Situation wollen. Wollen wir für das Parken Geld erheben? Das hätte die Konsequenz, dass wir auch Einheimische abkassieren. Das möchte ich nicht.«

Gemeinderat Barthl Irlinger (OWG) warnte: »Ganz gleich was wir vorhaben, es kann nur gemeinsam mit den Nachbargemeinden passieren.« Und Claudia Schweinöster (FDP/UWW) vertrat: »Diese Saison sieht wegen Corona völlig anders aus. Auf die Erfahrungen aus der können wir uns nicht verlassen. Deshalb bin ich dafür die Entwicklung in diesem Sommer weiter zu betrachten.« lukk