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Nolans Kriegsepos »Dunkirk« auf DVD und Blu-ray

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Dunkirk
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Harry Styles, Aneurin Barnard und Fionn Whitehead (l-r) in einer Szene von «Dunkirk». Foto: Warner Bros. Foto: dpa

Mit seinem Kriegs-Thriller »Dunkirk« erinnert der britische Starregisseur Christopher Nolan an die Evakuierung von 330 000 Soldaten vom Strand der französischen Stadt Dünkirchen, unmittelbar bevor die deutsche Wehrmacht vorrückte.


London (dpa) - Unter dem ohrenbetäubenden Lärm der Gewehrsalven flüchtet der junge britische Soldat Tommy durch die Straßen von Dünkirchen an den Strand. Dort erwartet ihn ein düsteres Szenario: Hundertausende von Kameraden hoffen, praktisch ungeschützt vor Luftangriffen der deutschen Wehrmacht, im Sand auf ihre Rettung.

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Es dauert nur wenige Minuten und die Zuschauer sind mittendrin im Kriegsdrama »Dunkirk«, das jetzt auch - ohne Bonusmaterial - bei Warner Home Video auf DVD und Blu-ray vorliegt.

Starregisseur Christopher Nolan (»The Dark Knight«, »Interstellar«) holte für seinen Filn neben Kenneth Branagh, Tom Hardy, Cillian Murphy und Oscar-Gewinner Mark Rylance zahlreiche Jungdarsteller und Debütanten vor die Kamera.

Die Schlacht von Dünkirchen, die zwischen dem 26. Mai und 5. Juni 1940 stattfand, hat einen besonderen Platz in der britischen Geschichte. Sie gilt gleichermaßen als Katastrophe und als Wunder: 330 000 von 370 000 Soldaten konnten dank tatkräftiger Hilfe von britischen Zivilisten gerettet werden. Mit kleinen Fischerbooten, Jachten und Ausflugsdampfern nahmen sie bei schlechten
Wetterbedingungen die Reise über den Ärmelkanal nach Dünkirchen auf sich, um die Soldaten nach Hause zu holen, bevor Hitlers Wehrmacht vorrückte.

»Dunkirk« zeigt die Ereignisse dieser entscheidenden Tage aus drei Perspektiven. Tommy (Fionn Whitehead) wartet auf dem Land mit den anderen Soldaten auf seine Evakuierung. Die RAF-Piloten Farrier (Tom Hardy) und Collins wehren in ihren Spitfire-Kampfjets die gegnerischen Luftangriffe ab. Und Mr. Dawson (Mark Rylance) versucht mit seinem Sohn Peter und dem jungen George auf dem Wasser so viele
Leben wie möglich zu retten.

Regisseur Nolan verzichtet dabei auf optische Schockeffekte wie Blut oder herumfliegende Körperteile. Außerdem zeigt er das Geschehen, ohne zu kommentieren oder zu politisieren. So sind deutsche Soldaten in den Straßen oder Flugzeugen weder zu erkennen, noch werden sie überhaupt als Deutsche bezeichnet. »Der Feind« heißt es lediglich am Anfang des Films. Genauso wenig sind Politiker zu sehen - der Film
spielt sich ausschließlich im Mikrokosmos Dünkirchen ab, im Radius und aus Sicht der Betroffenen.

Das sei kein Kriegsfilm, sondern ein Spannungs-Thriller, betont Nolan immer wieder. Tatsächlich ist »Dunkirk« in erster Linie ein Film über einen Überlebenskampf, der seine Zuschauer die Strapazen und den Albtraum der Protagonisten aus nächster Nähe erleben lässt. Er gönnt seinem Publikum kaum eine ruhige Minute oder Momente der Entspannung.
Das ist - im positiven Sinne - anstrengend, weil authentisch.

Hinzu kommt, dass »Dunkirk« im IMAX-Format und auf 70-Millimeter-Film gefilmt wurde. Das hochwertige Bild ist extrem scharf und die Leinwand so groß, dass die Zuschauer in ihren Sitzen das Gefühl haben, selbst mittendrin zu sein. Das sorgt für noch mehr Nähe und verzückt nicht nur Cineasten. Außerdem verzichtete Nolan - soweit es
ging - auf Computeranimationen. Stattdessen ließ er echte
Kampfflugzeuge über die Köpfe seiner Darsteller fliegen, um es auch für die Besetzung so real wie möglich wirken zu lassen.

Neben den etablierten Stars überzeugen dabei die
Nachwuchs-Schauspieler, insbesondere Fionn Whitehard als wortkarger Tommy und Barry Keoghan, der sich in der Rolle des gutherzigen George mit Mr. Dawson auf die gefährliche Rettungsmission begibt. In einer Nebenrolle ist »One Direction«-Star Harry Styles zu sehen. Sänger
Styles weiß bei seinem Filmdebüt tatsächlich zu überzeugen, auch wenn ihm schauspielerisch nicht allzu viel abverlangt wird.