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Nowitzki feiert Mavs-Held Carter: »Unglaublicher Wurf«

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Eiskalt
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Vince Carter nimmt den entscheidenden Dreier kurz vor der Schlusssirene - Manu Ginobili kommt zu spät. Foto: Larry W. Smith Foto: dpa
Matchwinner
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Dirk Nowitzki schnappt sich den Matchwinner als Erster, die Halle steht Kopf. Foto: Larry W. Smith Foto: dpa
Heimvorteil
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Der Würzburger war in eigener Halle deutlich stärker als auswärts. Foto: Larry W. Smith Foto: dpa
Unermüdlich
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Mit spektakulärem Zug zum Korb ließ Monta Ellis die Spurs-Verteidigung verzweifeln. Foto: Larry W. Smith Foto: dpa
Flink
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San Antonios genialer Spielmacher Tony Parker (19 Punkte) scheute den größeren Nowitzki nicht. Foto: Larry W. Smith Foto: dpa
Brandgefährlich
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Immer wieder entwischte Tim Duncan den Mavs in der Zone. Foto: Larry W. Smith Foto: dpa

Dallas (dpa) - Dirk Nowitzki rannte mit aufgerissenem Mund zu Vince Carter und sprang als Erster auf den Mavs-Matchwinner. Durch seinen Dreier mit der Schlusssirene sorgte »Vinsanity« für den zweiten Dallas-Sieg in der Playoffserie gegen die San Antonio Spurs und Stimmung wie bei einer Meisterfeier.


»Die Zuschauer sind absolut durchgedreht. Es war so laut, wie ich es noch nie in diesem Gebäude gehört habe«, berichtete Nowitzki nach dem 109:108. Damit übernahmen die Mavericks die 2:1-Führung in der Achtelfinalserie der nordamerikanischen Basketball-Profiliga.

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Nach einer Auszeit bekam der 37 Jahre alte Carter 1,7 Sekunden vor Ende den Ball, ließ den Argentinier Manu Ginobili mit einer kurzen Finte vorbeisegeln und versenkte aus der linken Ecke ohne Ringberührung. »Ich wollte ihn einfach zu Boden reißen«, sagte Nowitzki nach dem Jubeltaumel. »Ich war so aufgedreht. Das war ein unglaublicher Wurf.«

Durch den zweiten Überraschungscoup gegen das topgesetzte Team des Westens fehlen nun nur noch zwei Siege zum Erreichen des Viertelfinals. »Sie sind aber immer noch der große Favorit«, betonte Nowitzki zwei Tage vor dem erneuten Duell in Dallas. Die Mavs wären erst die sechste Mannschaft, die in der ersten Runde die Überraschung gegen die Nummer eins einer Conference schafft, seitdem die NBA mit 16 Teams in den Playoffs spielt.

Bester Werfer war Monta Ellis mit 29 Punkten vor dem Würzburger, der auf 18 Zähler sowie sieben Rebounds kam und auch im dritten K.o.-Rundenduell nicht Topscorer seines Teams war. So mussten Ellis und Carter anstelle des Anführers im Interviewraum antreten. »Das war vielleicht in meinem ersten Playoffjahr vor 13 Jahren mal der Fall«, erinnerte Nowitzki schmunzelnd eine ähnliche Situation.

Carter durfte sich als strahlender Held feiern lassen. »Ich habe keine Angst vor Würfen unter Druck, nehme gerne den Gamewinner«, erklärte er selbstbewusst. Früher trumpfte der Flügelspieler als spektakulärster Dunker der NBA auf und verdiente sich zahlreiche Spitznamen wie »Vinsanity« oder »Half Man, Half Amazing«. Inzwischen ist der Routinier mit dem dichten Backenbart nicht mehr ganz so durchtrainiert, aber immer noch für die besonderen Momente gut.

Für NBA-Neuling Dennis Schröder und die Atlanta Hawks gab es auf dem Weg zur angestrebten Erstrunden-Sensation hingegen einen Rückschlag. Das achtplatzierte Team der Eastern Conference verlor zu Hause gegen die favorisierten Indiana Pacers mit 88:91 und kassierte damit den 2:2-Ausgleich. Beide Teams brauchen noch jeweils zwei Siege zum Weiterkommen. Der Braunschweiger Schröder kam zum zweiten Mal in der Best-of-Seven-Serie nicht zum Einsatz.

Bester Werfer für die topgesetzten Pacers war Allstar Paul George mit 24 Punkten. »Wir waren im Verzweiflungsmodus«, erklärte Flügelspieler David West die Leistungssteigerung. Bei Atlanta ragte Paul Millsap mit 29 Zählern und sieben Rebounds heraus. Die fünfte Partie findet am Montag (Ortszeit) in Indianapolis statt.

Insgesamt ist die erste Runde der Playoffs so offen wie lange nicht mehr. Bis auf das Duell von Meister Miami Heat mit den Charlotte Bobcats sind alle Serien komplett offen. Dem Team aus Florida gelang mit dem 98:85 der dritte Sieg im dritten Spiel, damit darf Miami wohl schon ein paar Tage Pause einplanen. »Wir wissen, was es braucht, um zu gewinnen«, erklärte Superstar LeBron James die souveräne Vorstellung.

Dallas Morning News

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