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Nur ein Kandidat in Petting

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Karl Lanzinger

Petting. In der Gemeinde Petting gibt es – wie in unserem Verbreitungsgebiet auch in Surberg, Reit im Winkl, Staudach-Egerndach, Schleching, Nußdorf, Taching am See und Kirchanschöring – nur einen Bürgermeisterkandidaten. Es ist Karl Lanzinger, der amtierende Bürgermeister der Gemeinde. Der 48-jährige Bankbetriebswirt (CSU) ist verheiratet und hat zwei Kinder.


Warum wollen Sie Bürgermeister bleiben?

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In den letzten Jahren haben wir vieles für die Gemeinde Petting erreicht. In Petting und in Schönram wurde Bauland für Einheimische geschaffen. Wir haben eine neue Kinderkrippe errichtet. Es gibt Mittagessen und Nachmittagsbetreuung für Kindergarten- und Schulkinder. Die Vereinsförderung war besser als je zuvor. Wir haben in unser Straßennetz investiert und den Radweg in Aich errichtet. Trotzdem habe ich noch einiges vor. Viele Dinge wurden angestoßen, bei manchen sind wir in der Umsetzung. Hier ist zu aller erst der Neubau unserer Grundschule zu nennen. Bei der Breitbandversorgung der Gemeinde wollen wir in diesem Jahr mit dem Ausbau des schnellen Internets in Schönram, Wasserbrenner, Ringham und Petting/Mühlfeld einen großen Schritt weiterkommen. Die Bemühungen für den Bau eines Vereinsheims für die Schönramer Vereine nehmen gerade realistische Formen an. Und auch die Schulsportanlagen wollen wir gemeinsam mit den Sportanlagen des TSV in Angriff nehmen. Die Bauleitplanung zum Ausweis von Gewerbegrund an der Seestraße läuft. Damit schaffen wir Platz für heimische Firmen. Außerdem wollen wir wieder Bauland für junge einheimische Familien ausweisen.

Welches Problem in Petting wollen Sie nach der Wahl als erstes angehen?

Problem ist vielleicht der falsche Ausdruck. Es geht wohl mehr um Aufgabenstellungen, die es noch zu lösen gilt. Besonders ist hier der öffentliche Nahverkehr zu nennen. Petting hat leider keinen zufriedenstellenden Anschluss ans Bus- und Bahnnetz. Bei der Neukonzeptionierung des öffentlichen Nahverkehrs durch den Landkreis hat der Gemeinderat diese Unterversorgung bereits moniert. Hier gilt es, dran zu bleiben.

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer Gemeinde?

Für ein Dorf unserer Größe ist die gute Nahversorgung in Petting besonders herauszustellen. Einzelhandel, Handwerk, Gaststätten, ärztliche Versorgung, Kindergarten und Schule – das alles trägt zur Lebensqualität in Petting bei. Dazu gehören auch ein intaktes Vereinsleben und die Wertschätzung für Heimat und Tradition.

Wie würde Sie ein sehr guter Freund/Ihre Frau beschreiben?

Eine Beschwerde würde meine Frau sicher anführen: Dass ich zu wenig zu Hause bin!

Welche starken Eigenschaften haben Sie? Wo liegen Ihre Schwächen?

Für meine Tätigkeit als Bürgermeister ist sicherlich ein großer Vorteil, dass ich in der Gemeinde Petting aufgewachsen bin und die Gemeindebürger, wie auch das Gemeindegebiet, bestens kenne. Auch meine mittlerweile 18-jährige Erfahrung als Gemeinderat und Bürgermeister kommt mir zugute. Eine Stärke ist sicherlich auch, dass ich nicht nur das Vorhandene bewahren will, sondern Herausforderungen für die Zukunft erkenne und angehe.

Schwächen: Vielleicht bin ich manchmal zu gutmütig.

Hat die Gemeinde beim Seegrundstück Steffen Fehler gemacht? Wie geht es jetzt weiter?

Wenn man die Zeit zurückdrehen könnte, dann würde ich mir viel mehr Zeit nehmen, um ein langfristig sinnvolles Konzept zu erarbeiten und um die Bürger der ganzen Gemeinde umfangreich zu informieren und mitzunehmen. Derzeit sind wir dabei, den Flächennutzungsplan zu ändern. Es handelt sich um ein Grundstück im Landschaftsschutzgebiet mit durchgehendem, breitem Schilfgürtel zum See. Eine uneingeschränkte öffentliche Nutzung wird wohl nur für den am Strandbad anliegenden Teil des Grundstücks möglich werden. Der dichte Schilfgürtel dagegen ist streng geschützt. Obwohl das Grundstück weit über hundert Meter am See anliegt, wird ein Seezugang nur auf einer Breite von einigen Metern möglich sein.