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Nur ein optischer »Schaden«

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So geballt wie auf dem Bild sind die Gallen der Ulmenblattlaus selten. (Foto: Benekam)

Seeon-Seebruck – Ein seltsames Gewächs an Blättern entdeckte unsere Mitarbeiterin Kirsten Benekam an einer Hecke in Truchtlaching. Die einzelnen Blätter sind übersät mit glänzend grünen Ausstülpungen, die in ihrer Form an Beeren denken lassen.


Aufklärung, um was es sich handelt bzw. wie es zu diesen Ausstülpunken kommt, lieferte auf Anfrage der Fachberater für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt, Markus Breier: Verursacher ist die Ulmenblasenlaus, eine wirtswechselnde Läuseart.

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Die Blasenlaus überwintert in Eiern an der Rinde von Feld- und Bergulme. Die schlüpfenden Läuse saugen von unten an den Ulmenblättern und auf der Oberseite entwickelt sich eine sackförmige grüne Galle. Anfangs von unten offen, schließt sich die Galle dann.

In ihr entwickeln sich die kommenden Wochen kleine, in Wachswolle geschützte Läuse. Im Frühsommer färben sich die Gallen gelblich, dann braun und vertrocknen. Die nun geflügelten Läuse verlassen die Gallen, wechseln auf Gräser und saugen dort an den Wurzeln. Im September fliegt die nächste Generation zurück zur Ulme und legt dort die Eier ab. So geballt wie hier sind die Gallen selten. Der »Schaden« an der Ulmenhecke ist ein optischer, aber für sie nicht tragisch, so Breier. Eine Gefahr für andere Pflanzen bestehe nicht. fb