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»Nur strahlende Gesichter«

Bergen. Die Kreissparkasse Traunstein-Trostberg griff zu ihrem 150-jährigen Bestehen tief in den Spendentopf und ließ für jeden Kreisbewohner 150 Cent springen (wir berichteten). Die stattliche Summe von 259 200 Euro ging zu einem Drittel an den Landrat und zu zwei Dritteln an die Bürgermeister im Kreis Traunstein. Sie durften das Geld an Vereine und Institutionen weitergeben.

Den kleinsten Spendenscheck bekam der Bürgermeister der kleinsten Gemeinde im Kreis Traunstein: Hans Pertl aus Staudach-Egerndach nahm 1100 Euro in Empfang. Für die größte Kommune, die Stadt Traunreut, gab´s 20 800 Euro. (Foto: Schwaiger)

»Wir verdienen unser Geld aus und mit der Region und wollen zu unserem Jubiläum wieder etwas zurückgeben«, erklärte Werner Linhardt, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Traunstein-Trostberg, gestern im Museum Maxhütte in Bergen, wo die Bürgermeister aus dem südlichen Landkreis Traunstein ihre symbolischen Spendenschecks in Empfang nehmen konnten. Die Scheckübergabe an die Rathauschefs aus dem nördlichen Landkreis war bereits am Montag auf Schloss Pertenstein über die Bühne gegangen.

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»Ich sehe heute nur strahlende Gesichter«, bemerkte der »Hausherr«, Bergens Bürgermeister Bernd Gietl. »Wir freuen uns alle, dass wir für die Vereine was kriegen.« 4900 Euro bekam er für seine Gemeinde, einen Euro für jeden Einwohner – und noch ein wenig mehr. Die Sparkasse hatte die einzelnen Spendensummen nämlich immer auf den nächsten Hunderter aufgerundet.

Der größte Scheck ging auch an die größte Kommune im Landkreis Traunstein, die Stadt Traunreut; Bürgermeister Franz Parzinger konnte sich über 20 800 Euro freuen. Die kleinste Spendensumme nahm der Rathauschef der kleinsten Gemeinde entgegen: Hans Pertl aus Staudach-Egerndach bekam für die knapp 1100 Einwohner seiner Kommune 1100 Euro. Er verriet, dass das Geld in den neuen »Vereinsstadel« fließen wird, der sich gerade im Bau befindet.

Siegsdorfs Bürgermeister Thomas Kamm gab »seine« 8200 Euro beispielsweise an drei Vereine in seiner Gemeinde weiter: den Trachtenverein »D´ Sulzberger Hammer« und den Skiclub Alzing – beide feiern heuer 50-jähriges Bestehen – und den Löwenteil an »Siegsdorfer helfen Siegsdorfer Kindern«. Warum nicht mehr der 65 Siegsdorfer Vereine in den Genuss eines Geldsegens kamen, hat auch mit einem Wunsch der Sparkasse zu tun: »Unsere einzige Auflage war, das Geld nicht nach dem Gießkannenprinzip zu verteilen«, erklärte Banken-Chef Linhardt.

Landrat Hermann Steinmaßl hatte »seine« 86 400 Euro schon beim Festakt zum Sparkassen-Jubiläum im »k1« in Traunreut entgegengenommen. Er kündigte an, dass das Geld unter anderem dem Jugendzeltplatz in Schützing und der Veranstaltungsreihe »Musiksommer zwischen Inn und Salzach« zugutekommen werde. san