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Ohne eigene Wohnung

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Obdachlos
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Viele Tausend Menschen in Deutschland sind obdachlos. Foto: Martin Gerten/dpa Foto: dpa

Einige schlafen draußen, egal, ob es heiß ist oder schneit. Andere kommen in Unterkünften mit vielen anderen Menschen unter. Das Leben für Menschen ohne eigene Wohnung ist hart. Wie viele Leute so ein Leben führen, haben Experten jetzt ausgerechnet.


Ein eigenes Bett. Eine Dusche. Und regelmäßig etwas zu Essen. Für die meisten Menschen ist das selbstverständlich. Doch nicht für alle. Denn in Deutschland gibt es Hunderttausende Menschen, die keine eigene Wohnung haben. Einige von ihnen leben sogar auf der Straße.

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Fachleute haben ausgerechnet, wie viele Menschen das im Jahr 2017 waren. Am Dienstag veröffentlichten sie die Zahlen: Fast 50 000 Menschen lebten auf der Straße, sie waren also obdachlos. Hinzu kamen noch knapp 300 000 Menschen, die in Unterkünften für Menschen ohne Wohnung lebten. Außerdem zählten die Experten die Geflüchteten mit, die noch keine eigene Wohnung hatten.

Doch warum hat jemand keine Wohnung? Hilft einem der Staat dann nicht? Doch. Grundsätzlich so: Wer etwa seine Arbeit verliert, bekommt Geld vom Staat, um bestimmte Dinge zu bezahlen. Doch diese Art der Hilfe klappt nicht bei allen Menschen. Oft schämen sich die Leute wegen ihrer Armut. Sie holen sich dann keine Unterstützung.

»Dann kann man vielleicht seine bisherige Miete nicht mehr bezahlen und braucht eine günstigere Wohnung. Oder man hat Schulden etwa für einen neuen Fernseher gemacht, die man nicht zurückzahlen kann«, erklärt Ulrich Weber. Er arbeitet für die Organisation Bethel, die unter anderem obdachlosen Menschen hilft.

Ein großes Problem ist auch, dass es zu wenige günstige Wohnungen gibt. Doch auch andere Gründe für Obdachlosigkeit gibt es. Etwa wenn Menschen drogensüchtig sind.

Fachleute sagen: Es müssten in Deutschland viel mehr Wohnungen gebaut werden, die sich auch ärmere Menschen leisten könnten. Das passiert auch schon an manchen Orten, sagt Ulrich Weber. »Aber es dauert, bis so viele neue Wohnungen fertiggebaut sind.«

Wer auf der Straße lebt, kann sich an verschiedene Hilfsorganisationen wenden. Doch die Hilfe anzunehmen, fällt einigen Menschen schwer. Wer es aber macht, bekommt Unterstützung von Fachleuten. Sie helfen zum Beispiel dabei, Probleme zu lösen und im Anschluss daran eine neue Wohnung zu finden.