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»Ohne Scheuklappen und ohne Angst«

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Andreas Lukas

Grabenstätt. Andreas Lukas ist 42 Jahre alt. Der Kämmerer hat zwei Kinder im Alter von zehn und elf Jahren. Der Freie Wähler fordert Bürgermeister Georg Schützinger heraus.


Warum wollen Sie Bürgermeister werden?

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Durch meine langjährige Tätigkeit als Kämmerer habe ich erkannt, dass Entscheidungen nicht nur unter finanziellen Gesichtspunkten getroffen werden können. Bislang habe ich als Mittler zwischen Politik und Verwaltung agiert. Gleichzeitig habe ich auch gesehen, dass die Gemeinde durch Entscheidungen in vielen Politikfeldern weiterentwickelt werden kann, ohne unsere Kinder mit Schulden zu belasten. Ich möchte ein Bürgermeister sein, der ohne Scheuklappen oder ohne Angst vor den Argumenten des politischen Gegners die drängenden Themen angeht. Politik darf nicht durch Parteizwang oder durch eingefahrene Strukturen geleitet werden. Als Bürgermeisterkandidat für die Freien Wähler stehe ich für frischen Wind in Grabenstätt. Nur durch ein konstruktives Miteinander mit allen Parteien im Gemeinderat kann zum Wohl der Allgemeinheit entschieden werden.

Welches Problem wollen Sie in der Gemeinde als erstes angehen, wenn Sie Bürgermeister werden?

Sicherlich stehen drängende Probleme, wie der Radwegeausbau oder die Lösung der Trinkwasserproblematik in Marwang, an. Es kann nicht sein, dass seit inzwischen zwölf Jahren keine genehmigte Schutzzone rund um den Brunnen ausgewiesen wurde. Nur dadurch wurde legalisiert, dass Gülle bis rund 80 Meter an den Brunnen ausgebracht wird. Unterm Strich wurde durch Untätigkeit in Kauf genommen, dass möglicherweise das Wasser dadurch belastet wird. Erst wenn unabhängige Gutachter eine genehmigungsfähige Schutzzone ausweisen, auf der keine oder eingeschränkte Landwirtschaft betrieben wird, sollte der Brunnen wieder in Betrieb genommen werden.

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer Gemeinde?

Grabenstätt hat einfach Wohlfühlcharakter. Sicherlich zählt die Landschaft mit enormem Freizeitwert, Erholungswert und Wohnqualität zu unserem größten Kapital. Daneben bietet der Ort auch attraktive Arbeitsplätze. Von den hochentwickelten Gewerbebetrieben profitiert auch die Gemeinde.

Wie würde Sie ein sehr guter Freund/Ihre Frau beschreiben?

Ein guter Freund würde mich vermutlich als engagierter Workaholic beschreiben.

Welche starken Eigenschaften haben Sie? Wo liegen Ihre Schwächen?

Durch meine langjährige Tätigkeit als Kämmerer aber auch nebenberuflich als Dozent für Kommunalhaushaltsrecht liegen meine Stärken natürlich in der Kombination aus Theorie und kommunaler Praxis. Auch habe ich inzwischen in vier Gemeinden, von klein bis groß, viel Erfahrung gesammelt. Mein größter Nachteil ist dabei, dass ich wenig bekannt bin. Das Ganze bedeutet aber auch, dass ich als neutrale Person keinerlei Verbindungen oder gar Verbindlichkeiten habe.

Was wollen Sie in Bezug auf die Hirschauer Bucht unternehmen?

Die natürliche Verlandung der Hirschauer Bucht wurde durch falsch verstandenen Naturschutz noch verstärkt. Maßgeblich für die beschleunigte Verlandung und das Anschwemmen von Abfall und Treibholz war meines Erachtens der zu lang geplante Achendamm. Ich werde mich vehement für den Rückbau des Achendamms auf die letzten 200 Meter einsetzen. Damit könnte der ursprüngliche, natürliche Flusslauf wieder belebt werden. Ebenso muss in regelmäßigen Abständen der Unrat aus der Bucht entfernt werden.