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»Ollas Leiwaund« beim Konzert in Grabenstätt

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Mit Austropop-Musik von Ambros, Danzer, Fendrich, Cornelius und Co. zog die Band »Leiwaund« dieGäste in der Theater-Strickerei in ihren Bann. (Foto: Müller)

»Am Anfang schon so eine Ekstase«, freute sich Sänger und Musiker Tom Klaiber zu Beginn des großartigen Austropop-Konzerts der Kultband »Leiwaund« über die bestens aufgelegten Besucher in der Theater-Strickerei Grabenstätt und schob schmunzelnd hinterher: »Sonst wären wir zu euch gekommen«.


Die gewählte Lösung war in diesen schwierigen Corona-Krisenzeiten eindeutig die bessere, denn das ausgefeilte Schutz- und Hygiene-Konzept des Theater-Strickerei-Teams machte diesen stimmungsvollen Abend erst möglich. Zum Warmlaufen hatten Klaiber (Gesang, Gitarre, Harp), Bandleader Ossi Hermann (Gesang, Percussion), dessen Töchter Sandra Hermann (Gesang, Piano) und Dr. Verena Reichardt (Gesang, Bass, Gitarre, Saxofon) sowie Martin Hutter (Gesang, Gitarre, Bass) standesgemäß das Lied »Ollas Leiwaund« von Georg Danzer zum Besten gegeben und tatsächlich war in den folgenden vier Stunden alles super, klasse und wunderbar, um nur einige »Leiwaund«-Synonyme anzuführen.

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Die fünf Vollblut-Musiker begeisterten mit Ohrwürmern von Wolfgang Ambros, Georg Danzer, Rainhard Fendrich, S.T.S., Peter Cornelius, Arik Brauer, Prof. Dr. Kurt Ostbahn und Co, ihrem ausgefeilten mehrstimmigen Gesang und mitreißenden Rhythmen. Austropop vom Feinsten, mit Herz, Leib und Seele und großen Gefühlen – Zum Mitsingen, Mitklatschen, Loslassen, Träumen und Genießen, was für eine willkommene Ablenkung. Auch weniger Bekanntes aus der Alpenrepublik hatten die Musiker in ihrem reichhaltigen musikalischen »Schatzkasterl«, das sie immer wieder mit großer Leidenschaft und viel Improvisationskunst öffneten. Schöne Erinnerungen wachgerufen wurden nicht nur mit den Peter Cornelius-Schlagern »Du entschuldige i kenn di« und »Reif für die Insel«, sondern auch mit den Fendrich-Ohrwürmern »Vü schöner is des Gfühl«, »Strada del Sole« und »Schickeria«. Umjubelt war auch Fendrichs inoffizielle österreichische Nationalhymne »I am from Austria«. Die S.T.S.-Klassiker »Kalt und Kälter« und »Großvater« durften ebenso wenig fehlen.

Sandra Hermann brillierte mit ihrer überzeugenden Interpretation des Die Seer-Songs »Wilds Wossa«. »Heiße Nächte in Palermo« gab es mit der Ersten Allgemeinen Verunsicherung (EAV) und Prof. Dr. Kurt Ostbahn wurde zu Beginn des dritten Programmteils mit Recht eine eigene Trilogie gewidmet. Wolfgang Ambros erwies man unter anderem mit »Es lebe der Zentralfriedhof« und »Zwickt's mi« die Ehre. Auch der Duett-Song »Zwa wie wir zwa« von Danzer und Ambros kam bestens an. Highlights waren zudem der selbst getextete Leiwaund-Song »Haferl Kaffee« auf die Melodie von »Hardrock Café« und der Titel von Ludwig Hirsch »Bitte nicht küssen«. Reichardt brillierte mehrmals mit ihren umwerfenden Saxophon-Solos. Ohne Zugaben wollte und konnte an diesem Abend natürlich niemand nach Hause gehen.

Markus Müller