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One Way at the Iron Judge?

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Blick von oben auf die B20-Baustelle am Eisenrichter-Berg. Foto: privat

Dieses ewige Hin und Her bei der Frage des Hin und Her. Kommt nun die Einbahn am Eisenrichter, oder nicht? Und, wenn ja: wann? Wann heißt es wohl Road closed. Einbahn am Eisenrichter. B20 strada a senso unico. One way at the Iron Judge. Kimmst dogsüba ned noch Reichahoi ausse. Zefix! Die Antwort: Nach der Landtagswahl.


Bischofswiesen und damit der restliche Talkessel wird dann (mal wieder) von der Außenwelt abgeschnitten sein. Da hat der Bischofswieser und auch die anderen  Talkesselbewohner zwar prinzipiell nichts dagegen. Weil: De Draustigen hannan ned vo da. Des is unser Hoamat. Aber: Ein paar Bewohner müssen zum Geldverdienen leider raus aus dem mächtigsten Bergerlebnis, um ihren Lebensunterhalt in der Anderswelt zu verdienen. Zum Beispiel in Bad Reichenhall, Freilassing oder Traunstein. Bisher führt der wackelige Weg über den Hallthurm, doch schon bald geht’s übers Wachterl. Oder natürlich über die österreichische Autobahn. Gut, dass da kaum Verkehr ist und es auch keine Grenzkontrollen gibt. Scherz...

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Kein Scherz waren hingegen die intensiven Bemühungen des Staatlichen Bauamts Traunstein den armen Autofahrern entgegen zu kommen. Trotz Einbahnregelung. Wer diesen Witz verstanden hat, darf weiterlesen.

Variante 1

Ursprünglich war angedacht, die etwa 15.000 betroffenen Personen per Flugtaxi zum Arbeitsplatz oder Arzttermin zu bringen. Das Vorhaben scheiterte allerdings daran, dass es keine Flugtaxis gibt. Außer für sogenannte Verstiegene, die sich am Berg mal wieder überschätzt haben.

Variante 2

Auf Initiative des ehemaligen Bundesverkehrsministers Peter Ramsauer sollten die Ingenieure und Architekten des Staatlichen Bauamts eine Beam-Technologie entwickeln, mit der man Interessierte per Individualteleportation von der Beam-Plattform am Sellboden direkt an den jeweiligen Arbeitsplatz transferieren kann. „Immerhin haben geniale Mitarbeiter des Bauamts auch das Haus der Berge selbst entworfen“, so Ramsauer, der hinzufügt: „Bei Raumschiff Enterprise hat das Beamen schließlich auch funktioniert.“

Wie das Staatliche Bauamt auf Nachfrage jedoch mitteilte, ist das Beam-Projekt nach einem Arbeitsunfall inzwischen eingestellt. Der Sachbearbeiter Norbert Moderegger (Name geändert), der als Versuchsperson fungierte, materialisierte nicht an seinem Schreibtisch im zweiten Stock, sondern als roter Presssack in der Metzgerei Ehler. Mit ihm war auch der Berchtesgaden-Beamer gestorben. Unser Beileid gilt der hinterbliebenen Katze Maunzi und dem Metzgerei-Kunden Isidor Irlinger (Name geändert), der seinen Presssack immerhin in drei Blutwürste umtauschen durfte. Dr. Peter Ramsauer sagte dazu: „Komisch. Bis jetzt haben alle meine Projekte bestens funktioniert. Man denke nur an das Wechselkennzeichen oder den sechsspurigen Ausbau der A8 zwischen Chiemsee und Salzburg.“

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