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Die Festspiele Immling bieten unter dem Motto »Make Opera Not War« ein reichhaltiges Programm

Opern und Konzerte als besondere Kulturerlebnisse

Maryna Zubko und Modestas Sedlevicius gaben erste Kostproben aus »Orpheus und Eurydike«, das am 22. Juli Premiere in Immling feiert. (Foto: Aumiller)

»Make Opera Not War« haben sich die Festspiele Immling zu ihrem diesjährigen Motto gewählt. In der Musik existieren keine nationalen Grenzen. Da sind die jungen Sänger und Musiker eines Geistes, wenn sie aus den unterschiedlichsten Ländern zum Immlinger Gutshügel reisen, um mit ihren frischen Stimmen Opernliebhabern und solchen, die es werden wollen, besondere kulturelle Eindrücke zu vermitteln. Musik ist ihre gemeinsame Sprache, die sie miteinander verbindet und in der es keine Verständigungsprobleme gibt, auch wenn sie aus Italien, China, Uruguay, Litauen, Russland stammen.


Bei der Präsentationsgala im festlich dekorierten Sternenzelt neben dem Immlinger Festspielhaus schmetterten die Sänger Kostproben aus den bereits in der Probenphase befindlichen Produktionen, die vom 17. Juni bis 13. August zum reizvollen Musikfest inmitten von Wiesen und Wäldern locken. Die Festspielleitung, Intendant Ludwig Baumann und seine Frau, Dirigentin Cornelia von Kerssenbrock, erläuterten dabei die Operngeschichten und die Ideen zur Programmgestaltung.

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»I Vespri siciliani« als erste Premiere

Als erste Premiere kommt am 17. Juni die Verdi-Oper »I Vespri siciliani« (»Die Sizilianische Vesper«), zur Aufführung, insofern ein Immlinger Geheimtipp, da dieses Werk zu den selten gespielten Opern Giuseppe Verdis zählt und nichtsdestoweniger ein Muss für jeden Liebhaber des italienischen Melos darstellt. Darin geht es um Macht, Verrat und Liebe mit herrlichen Melodien, großen Chören und anspruchsvollen Gesangspartien. Der junge italienische Regisseur Stefano Simone Pintor wird damit sein Deutschland-Debüt geben.

Eine heiter komödiantische Köstlichkeit ist Gaetano Donizettis Oper »L'elisir d'amore« (»Der Liebestrank«), die am 1. Juli Premiere feiert. Die junge Italienerin Elisa Cenni und der chinesische Tenor Chuanliang Wang werden in den Hauptpartien ihre Stimmen erklingen lassen. Am 9. Juli folgt der »Liebestrank für Kinder« in der Bühnenfassung von Florian Maier und Iris Schmid. Ludwig Baumann setzt Christoph Willibald Glucks »Orfeo ed Euridice« (»Orpheus und Eurydike«) in Szene (Premiere am 22. Juli). Die dreiköpfige Besetzung besteht aus Finalisten des diesjährigen Immlinger Gesangswettbewerbs. Bei allen Opernpremieren und -konzerten hat Cornelia von Kerssenbrock die musikalische Leitung.

Große Verdi-Gala mit beliebten Arien und Szenen

Die große Verdi-Gala am 8. Juli wird gespickt sein mit den beliebtesten Arien und Szenen des großen Italieners und das »Finale Grande« am 6. August bringt einen breit gefächerten Querschnitt durch die Opernlandschaft. Am 30. Juli kommen mit »Dein ist mein ganzes Herz« die Freunde der Operette auf ihre Kosten und am 27. Juli haben die Tenöre beim Open-Air »O sole mio« das Sagen.

Das Piano-Duo Tal & Grothuysen spielt in der Matinee am 16. Juli Werke von Schubert, Mendelssohn Bartholdy und Brahms. Am 4. und 5. Juli gastiert das Landestheater Niederbayern mit dem Musical »The Rocky Horror Show«. »Into the Woods« führt das bekannte Musical von Stephen Sondheim, das bereits im März Premiere hatte und am 8. Juni sowie am 25. und 26. Juli wiederholt wird. Die Kinder-Kulturwoche vom 8. bis 12. August schließt am 13. August mit »Peter Pan«. In der »Nacht der Filmmusik« (24. Juni) spielen die Münchner Symphoniker unter der Leitung von Andreas Schüller Evergreens aus beliebten Filmen. Elisabeth Aumiller