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Otting braucht ein neues Feuerwehrhaus

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Das Feuerwehrgerätehaus entspricht nicht mehr den heutigen Kriterien und darum soll die Planung für einen eventuellen Neubau in den Finanzplan 2019 aufgenommen werden.

Waging am See – Mit der Bürgerversammlung in Otting hatte der zweite Bürgermeister Matthias Baderhuber seine Premiere als Versammlungsleiter einer Bürgerversammlung. Er musste kurzfristig für den erkrankten Bürgermeister Herbert Häusl die Veranstaltung leiten.


Im Rechenschaftsbericht sagte Baderhuber, das Feuerwehrhaus entspreche nach heutigen Kriterien nicht mehr den Anforderungen. »Ein Neubau ist meiner Meinung nach unumgänglich«, sagte er. Wobei der Bürgermeister derselben Ansicht sei. Um dieses Vorhaben in angemessener Zeit von drei bis fünf Jahren umsetzen zu können, soll es nächstes Jahr in den Finanzplan aufgenommen werden.

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Zufahrt birgt Gefahrenpotenzial

Die Feuerwehr Otting sei ein wichtiger Baustein des Sicherheitssystems. »Wer die gewohnte Sicherheit und zugleich die häufigen freiwilligen Leistungen für die verschiedenen Veranstaltungen weiter erhalten will, kann gegen diese Maßnahme nichts Ernsthaftes entgegenbringen«, so Baderhuber. Das Feuerwehrhaus liegt am Ortsrand neben dem Kirchenareal, Zu- und Abfahrt ist überwiegend die schmale und unübersichtliche Pfarrgasse, was somit ein gewisses Gefahrenpotenzial für die Einsatzleute bei der Anfahrt zum Gerätehaus birgt.

Sepp Posch aus Dankerting beklagte, nicht nur, dass es dort keinen Handyempfang gebe, auch das Festnetz sei immer wieder gestört und es gebe Verbindungsprobleme mit der neuen Funktechnik der Rettungskräfte. Bei einem medizinischen Notfall musste er in den Nachbarort fahren, um den Notruf absetzen zu können. Den Hilfskräften war es anschließend nicht möglich, über Funk eine Verbindung zur Rettungsleitstelle herzustellen. Er werde dieses Thema gleich an die betreffenden Stellen melden, so der zweite Bürgermeister.

Hundebesitzer Martin Mitternhuber aus Holzhausen sprach das leidige Thema »Hundekot« an und kritisierte, dass wegen der wenigen rücksichtslosen Hundehalter, die die Hinterlassenschaften ihrer Hunde einfach liegen lassen, alle Hundebesitzer negativ über einen Kamm geschoren würden. Er regte an, dass die Gemeindeverwaltung wiederholt darauf hinweisen soll, dass Hinterlassenschaften von den Hundebesitzern in einem Beutel mitgenommen und entsorgt werden müssten.

Ines Gebauer aus Oberleiten wollte wissen, wann die Seitenstreifen auf Höhe des neuen Lagerhauses in Unteraschau endgültig fertig aufgemalt würden. Es fehlten noch rund 200 Meter Seitenstreifen. Baderhuber nahm die Frage auf und wird sie zur Klärung weiterreichen.

Nachdem nun der Rathauszugang barrierefrei gestaltet wird, wollte Helmut Schmid aus Miesenböck wissen, ob es dann vor dem Rathaus einen Behindertenparkplatz geben wird. Dazu meinte Baderhuber, dass es in unmittelbarer Nähe mehrere Behindertenparkplätze gebe. Weiter gab es Fragen zum Breitbandausbau, besonders für Einzelgehöfte. Hier verwies Baderhuber darauf, dass es wohl nach jetzigen Einschätzungen und der Verfügbarkeit von Baufirmen bis 2020 dauern werde, bis der gesamte Breitbandausbau abgeschlossen sei.

Die Marktgemeinde bemüht sich, europäische Fördergelder für die Umgestaltung des vor rund 30 Jahren erworbenen, alten Raiffeisenlagerhauses zu bekommen. Die beiden Gebäude werden derzeit von Ottinger Vereinen genutzt. Die umliegenden Flächen dienten als Parkplatz und sind durchwegs asphaltiert.

Planungsbüro soll Neubau durchdenken

Der Gemeinderat hat nun beschlossen, ein Planungsbüro mit ersten Überlegungen für einen Neubau und der Umgestaltung des Gebäudes zu beauftragen. Die Nutzung sollte im Wesentlichen dieselbe bleiben. Laut Baderhuber haben bereits verschiedene Vereine ihren Bedarf angemeldet, sodass nun konkret an das Projekt herangegangen werden kann. Er stellte aber klar, dass das Vorhaben nur im Konsens mit den Ottinger Bürgern umgesetzt wird.

Der Marktgemeinderat hat laut beschlossen, eine »Sicherheitswacht« einzurichten. Darum habe man die Polizeibeamten Matthias Köppl und Andreas Hinterschwepfinger aus Laufen eingeladen, über das Thema zu informieren. »Bürger helfen Bürgern« sei das Motto der Sicherheitswacht – sie ersetze aber nicht die nicht die Polizei, stellte Hinterschwepfinger klar. MP