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Asylbewerber reist mit Pass eines Landsmannes

Pakistani mit falscher Identität

Anger – Mit dem Reisepass eines Landsmanns wollte ein pakistanischer Asylbewerber nach Italien reisen. Die Schleierfahnder deckten den Schwindel am Sonntag auf und nahmen den Mann fest.

Foto: dpa/Symbolbild

Gegen Mittag war ein italienischer Pkw auf der Autobahn A8 in Fahrtrichtung Salzburg unterwegs. Die Beamten der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein hielten das Fahrzeug an der Ausfahrt Anger an und kontrollierten die Insassen. Es handelte sich offensichtlich um vier pakistanische Staatsangehörige, die sich nach deren Angaben auf dem Wege nach Salzburg befanden. Die vier Personen übergaben zur Kontrolle ihre Nationalpässe und ihre italienischen Aufenthaltstitel, um ihren legalen Aufenthalt nachzuweisen. Die Insassen hatten bereits eine Kontrolle hinter sich, da der Beifahrer eine Bescheinigung aushändigte, in der bestätigt wurde, dass er bereits von einer anderen Polizeidienststelle angezeigt worden war. Der Grund war ein Vergehen nach dem Aufenthaltsgesetz, da sein italienischer Aufenthaltstitel abgelaufen war.

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Die Pidinger Schleierfahnder beließen es jedoch nicht dabei, sondern betrachteten das Passfoto und das Gesicht des Beifahrers genau. Hierbei fielen trotz einer gewissen Ähnlichkeit diverse Unterschiede bei unveränderlichen Merkmalen beider Personen ins Auge. Dadurch bestanden Zweifel an der Identität des Beifahrers. Zur Klärung, ob eventuell aus Versehen der falsche Pass übergeben worden war, wurde nochmals nach dem Namen des Beifahrers gefragt. Als dieser die Personalien aus dem Pass nannte, klickten bei ihm die Handschellen. Auf der Dienststelle konnte die wahre Identität des Pakistani schnell geklärt werden. Es handelte sich um einen in Deutschland gemeldeten Asylbewerber, der offensichtlich mit dem Pass eines Landsmanns zur Verwandtschaft nach Italien reisen wollte.