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Palzer überzeugt in Frankreich

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Trotz unglücklicher Wahl des Wachses schaffte Toni Palzer immer wieder den Anschluss zur Spitzengruppe. (Foto: DAV)

Superdévoluy, eine Skistation an den südwestlichen Ausläufern des Écrins: der Schauplatz des dritten ISMF Skimountaineering Weltcups der Saison. Dabei zeigte Toni Palzer einmal mehr, dass er auch mit schwierigen Situationen umzugehen weiß.


Mit einem Individual Rennen am Samstag sowie einem Sprint am Sonntag sammelte die DAV-Nationalmannschaft wieder einige Höhenmeter und Rennerfahrungen. Direkt aus Andorra angereist waren Toni Palzer, Stefan Knopf, Thomas Trainer und Toni Lautenbacher. Zum Team in Frankreich stießen Josef Huber und Thomas Kletzenbauer dazu.

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Wie bereits bei den ersten beiden Weltcup-Stationen in Österreich und Andorra musste das Individual-Rennen auch in Frankreich auf Grund der ergiebigen Schneefälle angepasst werden. Zum Renntag machte es die Lawinenwarnstufe 5 und der fast Meterhohe Neuschnee unmöglich, den Bewerb auf der Originalstrecke auszutragen.

Um die Sicherheit der Athleten nicht zu gefährden, wurde am Morgen des Renntages entschieden, dass ein Rundkurs im gesicherten Pistengelände ausgetragen wird: 440 Höhenmeter pro Runde – vier Durchläufe für die Senioren und drei Durchläufe für die Junioren.

Besonders hoch einzuschätzen sind die Leistungen von Toni Palzer und Toni Lautenbacher: Palzer verlor wegen einer unglücklichen Wahl des Wachses in jeder der vier Abfahrten bis zu einer halben Minute, schaffte es aber immer wieder, den Anschluss zur Spitzengruppe herzustellen. Die läuferisch vielleicht stärkste Leistung an diesem Tag wurde im Ziel mit Platz fünf belohnt.

Toni Lautenbacher verlor nach dem Start beide Felle, ging als letzter Athlet in das Rennen und kämpfte sich mit konstant starken Durchgangszeiten bis auf Rang 24 nach vorn. Stefan Knopf fand erst ab der zweiten Runde besser in den Wettkampf und landete am Schluss auf Rang sieben bei den Espoirs. Josef Huber und Thomas Trainer belegten die Plätze 41 und 44.

Den Sieg holte sich der Italiener Matteo Eydallin bei den Herren und erneut Axelle Molaret Gachet aus Frankreich bei den Damen.

Der Sonntagvormittag stand im Zeichen des Sprint-Rennens: Ein sehr flacher, aber langer Kurs mit einer technisch eher wenig anspruchsvollen Abfahrt. Drei der fünf deutschen Athleten konnten sich für die Finalläufe qualifizieren.

Für Stefan Knopf und Toni Palzer war der Bewerb nach dem Viertelfinale zu Ende. Der Berchtesgadener Knopf verlor in der Tragepassage seine Ski vom Rucksack und wurde dafür von der Jury auf den letzten Rang des Laufs gesetzt. Toni Palzer wurde am Ende 17., Knopf 28. und in der Klasse der Espoirs 8. Die Tagessiege holten sich in einem spannenden Finale die Schweizer, Marianne Fatton bei den Damen und Iwan Arnold bei den Herren. fb

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