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Parkhaus am Klinikum: »Uns ist bekannt, dass es Unmutsäußerungen gibt«

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Das Parkhaus am Klinikum Traunstein steht in der Kritik – unübersichtlich, schlecht ausgeschildert und nur zwei Kassenautomaten in Ebene vier. Die Firma Goldbeck sagte zu, »weitere Optimierungsmöglichkeiten zu prüfen«. (Foto: Reiter)

Traunstein – »Uns ist bekannt, dass es Unmutsäußerungen gibt, für die wir Verständnis haben«, betont Christoph Schlenke von der Firma Goldbeck. Zurückzuführen sei dies allerdings auch darauf, dass die Baumaßnahme am neuen Parkhaus noch nicht abgeschlossen sei. Nicht nur im Klinikum, sondern auch beim Traunsteiner Tagblatt gingen nämlich zahlreiche Beschwerden ein, nachdem das Parkhaus an der Wolkersdorfer Straße unübersichtlich und schlecht ausgeschildert sei. Ein Auto soll sogar als gestohlen gemeldet worden sein, weil der Nutzer es nicht mehr gefunden hat.


Eine ältere Dame erzählte dem Traunsteiner Tagblatt, dass sie sich von einer Krankenschwester zu ihrem Auto hat fahren lassen, weil sie nicht mehr wusste, wie sie zu ihrem Fahrzeug kommt. Die Frau parkte auf Ebene -2, im Aufzug ist dieses Stockwerk allerdings nicht zu finden. Die Beschriftung geht nur bis -1. Wer zu Fuß geht, tut sich allerdings auch nicht viel leichter, denn weder an den Türen noch im Treppenhaus steht, in welchem Stockwerk man sich befindet.

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Christoph Schlenke teilte auf unsere Nachfrage schriftlich mit: »Der besagte Aufzug fährt die Ebenen -1 bis 5 an und ist dementsprechend beschildert. Die Ebene -2 ist nur über Treppenhäuser zu erreichen. Dies stellt jedoch kein Problem dar, da in Ebene -2 weder barrierefreie Stellplätze noch Familienstellplätze angeordnet sind. Zudem befinden sich auf der Ebene -2 größtenteils fest reservierte Stellplätze von Mitarbeitern des Klinikums, sodass ein Aufzug nicht zwingend erforderlich ist.«

In den Treppenhäusern seien in jeder Ebene von innen neben der Ausgangstür Schilder mit der Ebenenbezeichnung montiert, informierte der Projektleiter weiter. Auf den Außenseiten würden innerhalb der nächsten Tage noch farbige Ebenennummerierungen aufgebracht.

Zugesagt wurde von der Firma Goldbeck auch, dass ein weiterer Kassenautomat direkt unterhalb der Brücke aufgestellt wird – bislang gibt es nur zwei Automaten im vierten Stock auf Ebene der Fußgängerbrücke. Zu wenig, wie Nutzer des Parkhauses kritisierten.

Auf die Frage, ob es nicht sinnvoll wäre, in jedem Stockwerk einen Automaten aufzustellen, teilte Christoph Schlenke mit, dass dies bewusst so gemacht worden sei: »Die Nutzer sollen nur über die Fußgängerbrücke ins Parkhaus gelangen. Ein geregeltes Überqueren der Straße (Fußgängerampel, Zebrastreifen) ist bauordnungsrechtlich und verkehrsrechtlich aufgrund der Nähe zum Bahnübergang nicht zulässig. Aus diesem Grund hatten wir es zur Auflage, vor Ort die Erschließung durch das Brückenbauwerk sicherzustellen.«

Christoph Schlenke ist überzeugt, »dass sich die meisten Unmutsbekundungen legen, sobald die Baumaßnahme komplett abgeschlossen ist«. Außerdem werde man »auf Grundlage des Nutzerfeedbacks zudem weitere Optimierungsmöglichkeiten prüfen«.

Die Firma Goldbeck als Investor betreibt das neue Parkhaus sowie sämtliche Oberflächenstellplätze auf dem Klinikgelände über einen Zeitraum von knapp 30 Jahren. Es hat 690 Stellplätze und kostete rund acht Millionen Euro. KR