weather-image
22°

Passende Parabel in der Schlussrede

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Sie alle haben bestanden: Das Gruppenbild zeigt die Abschlussklassen 10 a und 10 b. (Foto: Tessnow)
Bildtext einblenden
Zweiter Bürgermeister Bartl Mittner ehrt die »Elite-Einser«.

Schönau am Königssee – 50 Absolventen der CJD- Realschule haben erfolgreich ihren Abschluss geschafft. Acht Schüler bestanden ihn sogar mit einer Eins vor dem Komma. Am Samstagvormittag konnten bei einer Zeremonie in der Aula der Grundschule die Zeugnisse der Klassen 10 a und 10 b überreicht werden. Schulleiter Wolfgang Greiner fand aber auch mahnende Worte.


Wolfgang Greiner konnte auch heuer wieder auf ein erfolgreiches Schuljahr zurückblicken und eröffnete mit seinem Bläser-Ensemble den Festakt. Der stellvertretende Schulleiter Peter Althaus begrüßte die Gäste und hielt sich mit Dankesbekundungen angenehm kurz. Denn es hatten noch viele Weitere etwas zu sagen.

Anzeige

Elisabeth Rasp, Dritte Bürgermeisterin von Schönau am Königssee, gab den Absolventen einen Kernsatz mit auf ihren zukünftigen Bildungsweg. »Wichtig ist es, immer ein Ziel vor Augen zu haben.« Landratsstellvertreterin Elisabeth Hagenauer sagte: »Auch die Bildung der Herzen ist hier nicht zu kurz gekommen. Ich wünsche euch Offenheit und Optimismus.« Dem schloss sich Elternbeiratsvorsitzender Anton Votz an.

Vonseiten der Schüler übernahm Schulsprecherin Sophia Datzmann die Bilanz. Sie dankte für sechs wundervolle Jahre, ein tolles soziales Umfeld und lobte die Qualität der Lehrer.

Es folgte die Zeugnisvergabe. Schulleiter Wolfgang Greiner, Barbara Althaus (Klassenleiterin der 10 a) und Andreas Rudolfi (Klassenleiter der 10 b) hatten viele Zeugnisse zu vergeben. Insgesamt 50 Schülerinnen und Schüler hatten bestanden. Acht davon mit einer Eins vor dem Komma. Die Ehrungen für besondere Leistungen der sogenannten »Einser-Elite« übernahm Berchtesgadens Zweiter Bürgermeister Bartl Mittner. Sie erhielten eine Einladung ins Hotel »Kempinski«.

Was die Reden und Schlussworte von Wolfgang Greiner auszeichnet, ist ihr Bezug auf aktuelle Themen. Heuer war es der historische Untergang der deutschen Fußballnationalmannschaft samt ihrer peinlichen Nichtaufarbeitung und unehrlichen Stellungnahmen. »Sie haben sich überschätzt und sind an ihrer Arroganz gescheitert«, begann Greiner seine Abschlussrede.

»Auch wenn ihr jetzt ein gutes Zeugnis habt; auch ihr habt immer Möglichkeiten gehabt, eure Noten zu verbessern. Jetzt liegt es an euch, das Zeugnis als Basis für die weitere Entwicklung zu nutzen«, sagte Greiner. »Wir entlassen euch mit einem guten Gefühl, weil wir alles für euch getan haben. Aber vergesst nicht, dass andere Mitmenschen ebenfalls ihre Qualitäten besitzen. Ein gesundes Maß an Demut kann nie schaden und pflegt den gegenseitigen Respekt.« Mit diesen Worten schloss er seine Rede, dankte allen Mitwirkenden für eine gelungene Abschlussfeier und bat zum Gruppenfoto. Abschließend wartete ein meterlanges Buffet auf alle und bei geselligem Beisammensein auf dem Schulhof konnte man sich letztmalig austauschen. Jörg Tessnow